Porträt

laut.de-Biographie

Glow

Vor das Erlöschen eines Sternes hat der Herr das helle Glühen gestellt. Glow, so das englische Wort dafür, nennt sich eine kleine, aber feine Band aus Deutschland und vereint (mittlerweile nur noch) drei Charakterköpfe, die schon von Kindesbeinen an eine starke Affinität zum Musikgeschäft haben.

Rachel Rep (Schlagzeug), Danny Leslie Humphreys (Gitarre, Gesang) und Volker Falk (Bass) musizieren seit 1997 unter dem glühenden Pseudonym, vorher nennen sie sich Stereophonic. Da aber eine gewisse Band aus England um den Dreh rum ziemlich groß rauskommt und bis auf das "s" denselben Namen trägt, müssen sie ihren ändern. Die Vergangenheit der Musiker ist sehr facettenreich. Der Name Humphreys müsste sofort Erinnerungen an die Siebziger wecken, als eine Formation namens "Les Humphreys Singers" durch die Charts und Konzertbühnen Deutschlands geistert. Danny ist nämlich der Sohn von Schlagerikone Dunja Raijter und Les Humphreys, der die Singers gründet. Rachel Reps Eltern sind ebenfalls beide Musiker. Die Odyssee von Papa und Mama macht die kleine Rachel mit und zieht nach ihrer Geburt im schwäbischen Albstadt durch Jugoslawien, Ungarn und Frankreich. Ihre Karriere im Rampenlicht beginnt sie als Modell für diverse große Agenturen, bevor sie sich auf ihr Instrument konzentriert und in München bei "Drummer's Focus" Unterricht nimmt. Bevor sie die Jungs von Glow kennenlernt, spielt sie in der Schlagercombo "Wind", die sogar ein Mal am Grand Prix teilnahm. Schlager ist aber anscheinend nicht ihr Metier und so hebt sie, schon während sie bei Wind spielt, die Independant-Band ULA-Hoovergirls aus der Taufe.

Der zweifache Vater Volker macht zuerst eine Lehre als Maler und Lackierer, bevor er sich an der Gitarre versucht. Sein erstes Engagement hat er in der Münchener Band The Irish Stew, später gründet er mit seinem Freund Robert Grieb The Works. Nach deren Auflösung beschäftigt er sich - neben der Familie - vor allem mit Drumcomputern. Die intensive Auseinandersetzung mit Rhythmen und Schlagzeugpattern lässt ihn in die Rhythmusgruppe wechseln, wo er von nun an Bass spielt.

Irgendwann 1996 ist es dann so weit, dass er auf Rachel, Danny und Andy Wohlraub (der die Band nach dem Debut verlässt) trifft. Somit ist die Band komplett. Danny hat vor seiner Zeit bei Glow bereits Erfahrungen im Musikgeschäft gesammelt, als Produktmanager für die BMG. Dies ist für die weitere Karriere hilfreich, denn Glow können beim Sublabel der BMG - Supersonic - unterkommen, nachdem sie beim Emergenza-Wettbewerb von 80 Bands den dritten Rang belegen. Eben dieses Label ist auch für den Erfolg von HIM, den Guano Apes und den Donots verantwortlich.

Mit dem ersten Album "Superclass" können sie sich gleich in den Charts etablieren und machen ihren mit viel Melodie und Geschick arrangierten Sound, der irgendo zwischen Pop und Punk anzusiedeln ist, einem großen Publikum bekannt. Support-Jobs für Liquido und die Bananafishbones steigern ihren Bekanntheitsgrad (diese Bands müssten mittlerweile eigentlich für Glow die Shows eröffnen, denn umfangreiches Touren und die sympathische Art der Münchener bringt ihnen immer mehr Fans ein).

Für die ARD-Sendung Powderpark steuern Glow den Song "President of Boarderland" bei. Die Band tritt auch in der Serie auf und spielt sinnigerweise sich selbst. Der Zweitling "Every Single Day" setzt den Erfolg von "Superclass" fort und lässt den Stern von Glow weiterhin hell erglühen; die Band bringt den Hörern jede Menge Spaß. Schluss mit lustig ist nach dem Zweitling und die Ehe zwischen Gun und Glow wird geschieden. Einen neuen Deal finden sie bei Fame-Recordings, wo 2003 auch das dritte Album "At Your Own Risk" erscheint. Nach wie vor scheint es den dreien ziemlich egal, ob sie jetzt in Schubladen passen oder nicht, denn Punk-Songs stehen neben Off Beat-Hüpfern und poppigen Liedern, was dem Genuss der Glow-Songs aber überhaupt keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil.

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