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Übergewicht als positives Markenzeichen? Für keinen anderen trifft diese Assoziation so zu wie auf den US-amerikanischen Rock'n'Roll- und Rhythm And Blues-Musiker Fats Domino. Gewichtig ist er allerdings auch im künstlerischen Sinn.
Domino kommt am 26. Februar 1928 im US-amerikanischen New Orleans als Antoine Domino zur Welt. Die Stadt steht von jeher als beispielhaftes Exemplar für einen außergewöhnlichen, multikulturellen Schmelztiegel. So kommt Fats von Kindheit an mit Musik in Berührung, und erlernt ab dem Alter von sieben Jahren dank der Unterstützung seines Schwagers Harrison Verrett das Klavierspiel. Er beginnt zu komponieren, und macht sich in der Orleans-Szene mit zahllosen Club-Auftritten und seiner originellen Spielweise, die im Klavierspiel Boogie Woogie-Elemente mit einbringt, rasch einen Namen.
Das Können des jungen Musikers bleibt nicht verborgen, so ebnet ihm der Produzent Dave Bartholomew den Weg zur ersten Schallplatten-Aufnahme. 1949 erscheint auf dem Label Imperial die autobiografisch-augenzwinkernd betitelte Nummer "The Fat Man". Vom Start weg erfolgreich, prägt Fats die fünfziger Jahre mit einer Vielzahl von Hits wie "Goin' To The River" (1953), "My Blue Heaven", (1956), oder "I'm Walkin" (1957). Auch auf der Kinoleinwand macht er einen imposanten Eindruck: als Gaststar performt er den Song "Blue Monday" im Streifen "The Girl Can't Help It (1956).
Den eigentlichen Durchbruch - auch beim weißen Publikum - stellt der im selben Jahr veröffentlichte Mega-Song "Blueberry Hill" dar. Aus den zeitgenössischen Charts ist er nicht wegzudenken, unzählige Live-Auftritte und Tourneen zementieren seine Popularität. Doch in den sechziger Jahre ereilt ihn das Schicksal vieler weiterer Kollegen, die den Kampf gegen die aufkommende Beatwelle und den Rock nicht bestehen. Zwar weiterhin gefragt und gut im Geschäft, sinken die Verkaufszahlen seiner Platten und die Präsenz in öffentlichen Medien.
1979 gelingt ihm mit "Sleeping On The Job" aus dem gleichnamigen Album noch einmal ein kleinerer Single-Hit. Durch einen Werbespot des Benzinriesen Aral gelangt der Song "I'm Walkin" erneut in die Hitparaden, und macht Fats so einer ganz neuen Generation von Musik-Fans bekannt. 2005 legt der Hurrican "Katrina" New Orleans in Schutt und Asche. Fats Dominos Haus und viele seiner Besitztümer fallen der Naturkatastrophe zum Opfer.
Ein Teil des mit befreundeten Musikern eingespielte Albums "Goin' Home: A Tribute To Fats Domino" wird zur Errichtung einer neuen Bleibe des Künstlers in seiner Heimatstadt verwendet. Die Gelder des 2006 erschienenen Benefiz-Albums "Alive And Kickin'" fließen komplett in den Kulturaufbau von New Orleans. 2009 setzt er sich im Rahmen des Festivals "The Domino Effect" für die Errichtung neuer Kinderspielplätze ein.
Fats Dominos Musik zeichnet sich durch alle Karriere-Jahrzehnte durch eine einzigartige Vermengung unterschiedlicher Strömungen der schwarzen Musik-Szene aus.
Greatest Hits: Walking To New Orleans (2007), Alive And Kickin' (2006), Christmas Is a Special Day (1997), Sleeping On The Job (1979), Live At Montreux – Hello Josephine (1974), Fats (1970), Fats Is Back (1968), Domino '65 (1965), Getaway With Fats Domino (1965), Fats On Fire (1964), Here Comes ... Fats Domino (1963), Million Sellers By Fats (1962), Twistin' The Stomp (1962), I Miss You So (1961), What a Party (1961), Let The Four Winds Blow (1961), A Lot of Dominoes (1960), Fats Domino Swings (1959), Let's Play Fats Domino (1959), The Fabulous "Mr. D" (1958), This Is Fats (1958), Here Stands Fats Domino (1958), This Is Fats Domino! (1957), Rock and Rollin' (1956), Carry On Rockin' (1955)
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