Porträt

laut.de-Biographie

Fats Domino

Übergewicht als positives Markenzeichen? Für keinen anderen trifft diese Assoziation so zu wie auf den US-amerikanischen Rock'n'Roll- und Rhythm And Blues-Musiker und Rock'n'Roll-Gründervater Fats Domino. Gewichtig ist er allerdings auch im künstlerischen Sinn.

Fats Domino: Rock'n'Roll-Legende ist tot Aktuelle News
Fats Domino Rock'n'Roll-Legende ist tot
Er zählte mit Elvis Presley zu den großen Rock'n'Roll-Stars der 50er Jahre: Nun ist der Pianist und Sänger Fats Domino mit 89 gestorben.

Domino kommt am 26. Februar 1928 im US-amerikanischen New Orleans als Antoine Domino zur Welt. In seiner Familie wird kreolisches Französisch gesprochen. New Orleans steht von jeher als beispielhaftes Exemplar für einen außergewöhnlichen, multikulturellen Schmelztiegel. So kommt Fats von Kindheit an mit Musik in Berührung, und erlernt ab dem Alter von sieben Jahren dank der Unterstützung seines Schwagers Harrison Verrett das Klavierspiel. Er beginnt zu komponieren, und macht sich in der Orleans-Szene mit zahllosen Club-Auftritten und seiner originellen Spielweise, die im Klavierspiel Boogie Woogie-Elemente mit einbringt, rasch einen Namen.

Das Können des jungen Musikers bleibt nicht verborgen, so ebnet ihm der Produzent Dave Bartholomew den Weg zur ersten Schallplatten-Aufnahme. 1949 erscheint auf dem Label Imperial die autobiografisch-augenzwinkernd betitelte Nummer "The Fat Man". Vom Start weg erfolgreich, prägt Fats die fünfziger Jahre mit einer Vielzahl von Hits wie "Goin' To The River" (1953), "My Blue Heaven", (1956), oder "I'm Walkin" (1957). Auch auf der Kinoleinwand macht er einen imposanten Eindruck: als Gaststar performt er den Song "Blue Monday" im Streifen "The Girl Can't Help It" (1956).

Den eigentlichen Durchbruch - auch beim weißen Publikum - stellt der im selben Jahr veröffentlichte Megasong "Blueberry Hill" dar. Aus den zeitgenössischen Charts ist er nicht wegzudenken, unzählige Live-Auftritte und Tourneen zementieren seine Popularität. Doch in den 1960er Jahren ereilt ihn das Schicksal vieler weiterer Innovatoren, die den Kampf gegen die aufkommende Beatwelle plötzlich alt aussehen. Zwar weiterhin gefragt und gut im Geschäft, sinken die Verkaufszahlen seiner Platten und die Präsenz in öffentlichen Medien. Derweil covern Elvis Presley, Paul McCartney und Huey Lewis seine Songs.

1979 gelingt dem Musiker mit "Sleeping On The Job" aus dem gleichnamigen Album noch einmal ein kleinerer Single-Hit. 1986 wird Fats Domino als einer der ersten Künstler in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen. Er nimmt die Auszeichnung allerdings nicht persönlich entgegen, weil er seine Heimatstadt nicht mehr verlassen mag. 1987 erhält er einen Grammy für sein Lebenswerk. Durch einen Werbespot des Benzinriesen Aral gelangt sein Song "I'm Walkin'" 1991 erneut in die Hitparaden und macht Fats dadurch einer ganz neuen Generation von Musik-Fans bekannt.

2005 legt der Hurrican "Katrina" New Orleans in Schutt und Asche. Fats Dominos Haus und viele seiner Besitztümer fallen der Naturkatastrophe zum Opfer. Der Gründervater des Rock'n'Roll wird zunächst als vermisst gemeldet, später aber gerettet. Ein Teil des mit befreundeten Musikern eingespielten Albums "Goin' Home: A Tribute To Fats Domino" wird zur Errichtung einer neuen Bleibe des Künstlers in seiner Heimatstadt verwendet. Die Gelder des 2006 erschienenen Benefiz-Albums "Alive And Kickin'" fließen komplett in den Kulturaufbau von New Orleans. 2009 setzt er sich im Rahmen des Festivals "The Domino Effect" für die Errichtung neuer Kinderspielplätze ein. Am 24. Oktober 2017 stirbt Fats Domino im Alter von 89 Jahren in seinem Haus.

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    http://www.fatsonline.nl/

1 Kommentar

  • Vor einem Monat

    Rip .. Ruhe in Frieden
    Du hast uns mir deiner Musik zum Tanzen gebracht. Dafür ..DANKE
    Der Sänger, Pianist und Songwriter ist im Alter von 89 Jahren in seiner geliebten Heimatstadt New Orleans gestorben. Berühmt geworden ist er durch Songs wie "Ain't That a Shame", "Walking to New Orleans" und vor allem "Blueberry Hill". Und Elvis Presley nannte ihn "den wahren King of Rock'n'Roll".