Porträt

laut.de-Biographie

Huey Lewis & The News

Hugh Anthony Cregg III erblickt am 5. Juli, 1950 in New York City das Licht der Welt und verbringt seine Jugend in Marin County, Kalifornien. Dort besucht er die High School und erhält nach seinem Abschluss einen Platz an der Cornell Universität in Ithaca, NY. Sein Vater rät ihm jedoch ab, direkt an die Uni zu wechseln, weshalb Huey seine Koffer packt und erst mal durch Europa trampt.

Dort lernt er unterwegs Mundharmonikaspielen und entwickelt darin so beachtliche Fähigkeiten, dass er seinen ersten Gig als Blueser noch in Europa gibt. Zurück in den USA schreibt er sich in Cornell ein und lernt dort eine Menge Musiker kennen. Schon bald verliert Huey das Interesse am Studium und zieht zurück in die Gegend um San Francisco. Dort will er sein Geld mit Musik verdienen, muss aber zwischenzeitlich auch als Landschaftsgärtner oder Zimmermann jobben.

1971 tritt Huey der Band Clover bei und ändert seinen Namen zunächst in Huey Louie (nach zweien der Enkel von Donald Duck) und kurz darauf in Huey Lewis. Ein Jahr nach Huey steigt auch Keyboarder Sean Hopper ein, der später bei Huey Lewis & The News spielen wird. Bei Clover bedient Huey hauptsächlich die Harmonika und übernimmt nur bei ein paar Songs die Leadvocals.

In der Bay Area läuft es für die Band nicht übermäßig gut, weshalb man sich in Richtung L.A. davon macht, dort trifft man auf Nick Lowe. Der überzeugt Clover davon, mit nach England zu gezhen, wo er glaubt, ihre Art von Barmusik besser vermarkten zu können. Der Plan geht nicht auf, da gerade Punk schwer im Kommen ist, und nachdem zwei Alben von Clover floppen, nimmt sich Huey eine Auszeit. Der Rest der Band spielt mit Elvis Costello dessen Debüt "My Aim Is True" ein.

Nachdem Clover-Frontmann John McFee die Band in Richtung Doobie Brothers verlässt, lösen sich Clover auf. Inzwischen wieder zurück in Kalifornien spielt Huey gemeinsam mit ein paar der zukünftigen News-Jungs als Montagnacht-Liveband in einem Club namens Uncle Charlie's. Nachdem er zunächst nur eine Vertrag für eine Single über verpasst hat, benennen sie sich auf Anraten ihres Managers Anfang der 80er schließlich in Huey Lewis & The News um.

Mittlerweile haben Huey und Co. mit Chris Hayes einen Leadgitarrist in der Band. So sind neben Chris, Huey und Sea noch Basser Mario Cipollina, Saxophonist/Gitarrist Johnny Colla und Drummer Bill Gibson mit dabei, die alle schon bei Soundhole, einer von Van Morrisons Backing-Bands gespielt haben. 1980 bekommen sie einen Deal bei Chrysalis und veröffentlichen ihr selbstbetiteltes Debüt. Das Interesse sowohl hält sich in überschaubaren Grenzen, und erst mit dem zwei Jahre später erscheinenden "Picture This" etablieren sie sich in den Top Ten.

Im Anschluss an die Veröffentlichung tourt sich die Band den Hintern ab und baut so nach und nach eine große Fanschar auf. Der Durchbruch erfolgt mit "Sports" 1983. Mit insgesamt vier Top Ten-Hits und Heavy Rotation auf MTV steigt das Album auf Platz eins der Charts und verkauft sich bis 1994 über sieben Millionen Mal. Der erste Nummer eins-Singlehit heißt "The Power Of Love" aus dem Soundtrack zum "Zurück In Die Zukunft"-Streifen mit Michael J. Fox. Auch Huey hat hier einen kleinen Gastauftritt.

Die Spitze des Erfolgs erreichen sie mit dem '86er Album "Fore!". Fünf Top Ten-Singles, Platz eins in den Albumcharts, zahlreiche Music Awards und mehrfache Platin-Auszeichnungen sind die angenehmen Folgen. Die Fans reißen sich förmlich um die Scheibe und natürlich auch um die Konzerttickets. Dann ändern Huey Lewis & The News jedoch ihren Sound und versuchen mit "Small World" eher etwas besinnlicher zu Werke zu gehen. Man versucht sich an Jazz, Reggae und Ska, was nur bedingt funktioniert. Mit einer einzigen Platinauszeichnung kann man "Small World" schon beinahe als kommerziellen Flop bezeichnen.

Ganze drei Jahre dauert es, bis sich die Band mit "Hard At Play" zurückmeldet. Inzwischen bei EMI unter Vertrag, müssen sich alle Beteiligten damit abfinden, dass die Glanzzeiten von Huey Lewis & The News vorbei sind. Huey und seine Jungs nehmens aber gelassen, haben sie ihre Schäfchen doch im Trockenen und konzentrieren sich lieber aufs Golfen, Fischen oder gelegentliches Touren. Huey spielt auch sporadisch in Filmen mit und bekommt 1993 eine Nebenrolle in "Shortcuts".

1994 melden sie sich mit "Four Chords & Several Years Ago" noch mal über Elektra zurück. Das Album besteht ausschließlich aus Coverversionen und erreicht nicht mal mehr Goldstatus. Basser Mario hängt seinen Job daraufhin an den Nagel, weshalb John Pierce fortan am Langholz steht. Auch die Tower Of Power-Bläsertruppe, die die Band live bis dahin unterstützte, quittiert den Dienst und wird durch The News Brothers, bestehend aus den beiden Saxophonisten Rob Sudduth und Ron Stallings sowie Trompeter Marvin McFadden ersetzt.

Obwohl sie immer noch regelmäßig auf Tour gehen, beschränken sie die ausgedehnteren Momente auf die Sommermonate. "Time Flies - The Best of Huey Lewis & The News" ist 1996 schließlich die erste Best Of-Scheibe und enthält außerdem noch vier neue Songs. Die Schauspielerei scheint Huey immer besser zu gefallen, denn er tritt nicht nur in "Sphere" auf, sondern hat sogar eine längere Rolle in "Shadow Of A Doubt" mit Melanie Griffith.

Seine größte Rolle beschert ihm allerdings der Film "Duets", in dem er Gwyneth Paltrows Vater spielt. Dabei kommt der Hit "Cruisin'" heraus, den er mit Paltrow in Duett singt. Endlich scheint der Musiker wieder durchzubrechen, denn mit "Plan B" erscheint im Sommer 2001 tatsächlich ein neues Album. Es ist das letzte Album mit Chris, da der sich mehr seiner Familie widmet. Neu im Team ist seitdem Stef Burns, der ebenfalls eine erfolgreiche Karriere als Sessionmusiker hinter sich hat. Mit 60 bis 70 Shows pro Jahr lassen sie es Huey Lewis & The News aber deutlich ruhiger angehen.

Über die Jahre sammeln sich noch ein paar Best Of an, aber erst 2005 erscheint mit "Live At 25" die erste Live-CD samt DVD. Huey vertreibt sich die Zeit derweil auch als Darsteller im Broadway-Musical "Chicago".

Als kaum jemand mehr damit rechnet, kommen Huey Lewis & The News 2010 tatsächlich mit einer ganzen Reihe neuer Coversongs ums Eck und veröffentlichen Ende Oktober 2010 das Album "Soulsville". Ihrem Alter gemäß überlassen sie das Rocken nun der jüngeren Generation und konzentrieren sich auf klassische Blues- und Soul-Nummern.

Alben

Huey Lewis & The News - Live At 25: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Live At 25

Kritik von Michael Edele

Hueys Ausspruch "Cool is a rule" gilt auch heute noch. (0 Kommentare)

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