Porträt

laut.de-Biographie

Evocation

Als der Death Metal Ende der 80er, Anfang der 90er in Schweden gerade seine Blütezeit erlebt, gründen Gitarrist Marko Palmen, Basser Thomas 'Tjompe' Josefsson die Kenttäkumpu-Brüder Vesa (Gitarre) und Janne (Drums) sowie Shouter Jani Karvola 1991 in Borås die Band Evocation.

Jani ist aber schon bald wieder weg vom Fenster, weswegen Tjompe sich einfach selbst hinters Mikro klemmt. Musikalisch fischen Evocation in etwa im gleichen Gewässer wie ihre Kollegen von Dismember, Carnage oder Entombed. Spätestens nach ihren zwei Demos gelten sie 1992 als heißester Tipp im Underground. Mittlerweile haben sie mit Christian 'Kricke' Saarinen einen Bassisten dabei, so dass sich Tjompe voll auf seine Growls konzentrieren kann.

In dieser Besetzung spielen sie ein paar legendäre Gigs, doch gerade, als sich diverse Labels ernsthaft für die Band interessieren, bekommen die sich über die musikalische Ausrichtung in die Haare und lösen sich Ende 1993 erst einmal auf. Der Name Evocation geistert jedoch weiterhin fortwährend durch die Szene. Anfang des zweiten Jahrtausends bemüht sich das kleine Breath Of Night Records Label um die Demos der Band.

Tatsächlich erscheinen beide 2004 unter dem Titel "Evocation". Die Band selbst hat wieder Blut geleckt. Im Sommer finden sich die Schweden im Original-Line-Up erneut im Proberaum zusammen. Die Chemie scheint wieder zu stimmen, denn schon im folgenden Jahr beginnen sie damit, eine neue Scheibe aufzunehmen. Bevor es damit losgeht, zieht Basser Kricke allerdings die Reißleine, da ihm die Zeit für Aktivitäten außerhalb des Proberaums fehlt. Seinen Platz nimmt somit Martin 'Tore' Toresson ein.

Mit "Tales From The Tomb" legen Evocation ein Death Metal-Album vor, auf dem die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Nicht nur, dass der Stil sich nach wie vor nach den Helden der frühen 90er anhört. Auch für das Coverartwork haben sie den legendären Dan Seagrave verpflichtet, der beinahe sämtliche Klassiker des Genres gezeichnet hat. Die Scheibe schlägt überall mächtig ein. Evocation stehen bald schon mit Bands wie Arch Enemy, Satyricon oder Testament für einzelne Shows auf der Bühne.

Dieses Mal bleiben sie am Ball und legen Ende Oktober 2008 mit "Dead Calm Chaos" nach. Darauf lassen sie sich von Anders Björler (The Haunted) und Dan Swanö (Bloodbath/Nightingale) bei einzelnen Songs unter die Arme greifen. Nach diversen Festivals im Sommer 2009, geht es im Herbst des Jahres auch zum aller ersten Mal mit Cannibal Corpse, Dying Fetus und Obscura auf Tour.

Ohne viel Zeit zu verlieren, machen sie sich an die nächsten Aufnahmen, die sie im eigenen Studio durchziehen. "Apocalyptic" erscheint Ende Oktober 2010 und weicht keinen Millimeter vom traditionellen Death Metal ab.

2012 erscheint mit "Demonic Depths – The Early Years" kein neues Album, sondern eine Compilation, mit dem gleichen Material wie auf dem selbstbetitelten Debüt. Alleiniger Kaufanreiz dürfte das großzügige Zusatzmaterial in Form von Hintergrundinfos, Linernotes und ähnlichem sein. Doch auch ein neues Album steht bereits wenige Wochen später in den Regalen und bietet den gewohnt starken Death Metal, den man von Evocation erwartet.

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