Porträt

laut.de-Biographie

Ensoph

Nach der Lehre der Kabbala bezeichnet Ensoph das unendliche, unbestimmte Urnichts, das göttliche 'Licht', aus dessen Kontraktion die Welt entstand. Schlauer jetzt? Auch nicht wirklich, oder? Scheint wohl eher was für Philosophie-Studenten zu sein ...

Oder auch nicht, denn Ensoph ist auch eine Band aus Venedig, die Ende der 90er aus Endaymynion hervorgeht. Allerdings ging es bei Endaymynion musikalisch eher im progressiven Doom Bereich zu, was Ensoph nun wirklich nicht mehr der Fall ist. Somit ist die Umbenennung durchaus sinnvoll, obwohl sowohl Gitarrist und Programmierer Giuliano 'Xraphæl' Marzola, Keyboarder Leonardo 'Next-X@nctum' Castellani und Drummer Zenone bereits zusammen in der alten Band gespielt haben.

Zusammen mit Sänger Mahavira und seiner weiblichen Kontrahentin Patrizia, nehmen sie 1998 ihr erstes Demo auf, welches eher in dir Richtung Gothic mit Industrial und einigen Metal-Einflüssen geht. Um auch live eine besondere Umsetzung zu gewährleisten, arbeiten sie mit dem der Theatergruppe Noir zusammen. Ein weiteres Demo folgt 2000, auf dem inzwischen Nicola 'N-Ikonoclast' den Gesang von Mahavira übernommen hat und mit Massimo 'KKTZ' Cocchetto ein offizielle Bassist dabei ist.

Auch Patrizia verabschiedet sich nach der Veröffentlichung recht schnell und für sie steigt mit Anna eine Flötistin ein. Ihr Spiel ist somit auf dem offiziellen Debüt "Bleeding Womb Of Ananke - Il Sangue E L'inchiostro Di Fredegisio" zu hören, welches 2001 erscheint. Doch auch die Metal und Industrial-Einflüsse treten immer mehr in den Vordergrund, was sowohl bei den Fans, als auch der Presse ausgesprochen gut ankommt.

Das zeigt sich auch in den Tourangeboten, welche ins Haus flattern, denn in den folgenden, beiden Jahren begleiten sie u.a. Bands wie Paradise Lost, Cinema Strange, Novembre oder Ephel Duath. Allerdings sind die meisten der Konzerte auf Italien begrenzt, weswegen sie ein weiteres Demo aufnehmen und auch international versenden. Tatsächlich flattert von Cruz del Sur ein Angebot rein, welches Ensoph nicht ausschlagen.

So melden sie sich 2004 mit "Opus Dementiae - Per Speculum Et In Aenigmate" auf dem internationalen Parket und ernten dort mehr, als nur einen Achtungserfolg. Inzwischen gehören sie in Italien neben Bands wie Ephel Duath oder Death SS zur Speerspitze der nationale Extrem-Metaller, die sich musikalisch von den Power Metal Bands vom Stiefel doch sehr unterscheidet.

Nachdem sie bereits Ende 2005 das dritte Album "Project X-Katon" komplett im Kasten haben, verzögert sich die Veröffentlichung bis 2006. Zum ersten Mal treten sie auf dem Wave Gotik Treffen auf und spielen daheim im Vorprogramm von Bands wie Theatre Of Tragedy oder Deathstars. Bis auf einige Einzelgigs ziehen die nächsten Jahre relativ ruhig ins Land, in denen sie aber beständig an neuen Songs arbeiten.

Bis Ende Februar 2009 aber "Rex Mundi X-Ile" erscheint, bleibt auch Flötistin Anna auf der Strecke. Auch Ende der ersten Dekade des zweiten Jahrtausends sind Vergleiche zu Bands wie den Deathstars oder Kovenant durchaus noch zulässig.

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