Porträt

laut.de-Biographie

Enon

Ideengeber und treibende Kraft hinter Enon ist der in Ohio geborene Sänger und Muliinstrumentalist John Schmersal. Seit seiner frühesten Jugend ist er in den verschiedensten Bands aktiv und macht Mitte der 90er Jahre als Mitglied der Postrock-Formation Brainiac auf sich aufmerksam. Brainic veröffentlichen zwei Longplayer auf dem Chicagoer Touch And Go Label, bevor sie sich 1997 auflösen und Schmersal mit Enon ein neues Projekt ins Leben ruft.

Die Wurzeln von Enon reichen zurück bis ins Jahr 1996, als sich John und Rick Lee auf einer gemeinsamen Tournee treffen. Schmersal spielt zu dieser Zeit noch mit Brainic, Lee ist bei der Formation Skeleton Key aktiv. Beim ersten Treffen der beiden stimmt die Chemie auf Anhieb, so dass sie schnell beschließen, fortan gemeinsam zu spielen, was sich zunächst in improvisierten Jamsessions manifestiert. Ein wirkliches Bandkonzept existiert zu dieser Zeit nicht.

Vielmehr probieren sie verschiedene Sounds, Stimmungen, Instrumentierungen und Arrangements aus, bis Enon langsam an Gestalt gewinnt. Zunächst noch als Bezeichnung für Schmersals Soloaktivitäten, entwickelt sich Enon nach dem Umzug in den Big Apple zu einer ausgewachsenen Band. John sammelt weitere Musiker um sich, so dass 1997 Steve Calhoon von Skeleton Key (Schlagzeug), Rick Lee (Synthesizer) und Matt Schulz (Percussion), ein alter Bekannter von Schmersal aus Ohio, zur Band gehören. Allerdings steigen sowohl Calhoon, als auch Lee bald wieder aus.

Dafür kommt mit Toko Yasuda (Bass, Gesang), ehemaliges Mitglied von The Lapse, eine Frau zur Band und die ziellosen Jamsessions früherer Tage machen einer zielstrebigeren Arbeitsweise Platz, die sich 2002 im ersten Longplayer "High Society" niederschlägt. In bester Post-Rock-Tradition verbinden sich hier Pop, Rock, Electronica und Hip Hop zu einem eklektizistischen Stilmix, wie er von Tortoise mit den Releases auf Thrill Jockey salonfähig gemacht wurde.

Kein Wunder, dass Enon auf dem Chicagoer Touch And Go in der Nachbarschaft zu den Butthole Surfers, Man Or Astroman?, Big Black, TV On The Radio, Shellac und Killdozer eine dauerhafte Heimat für ihre Releases finden. Nach dem Album "Hocus Pocus" 2003 erscheint dort zum Jahresbeginn 2005 die Singles und Raritäten-Compilation "Lost Marbles And Exploded Evidence", die den schrägen Charme von Enon wunderbar auf den Punkt bringt. Ihr viertes Studioalbum "Grass Geysers.. . Carbon Clouds" erscheint 2007 und bringt die Band in die europäischen Clubs.

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