Porträt

laut.de-Biographie

David Kitt

Verglichen mit der Bühnenpräsenz berühmter Musiker seines Heimatlandes, dürfte die des Iren David Kitt eher bescheiden ausfallen: akustische Gitarre, Stimme, Gimmicks, denen er allerlei elektronische Klänge entlockt, ein paar Musiker, die versuchen, ihm zu folgen. Dafür kann "Kittser" eine Liebe zur Musik vorweisen, die ihn von seinem Umfeld abgrenzt und ihm in Irland sowohl live als auch verkaufstechnisch einen verhältnismäßig großen Erfolg beschert hat.

Während seines Musikstudiums am Trinity College in Dublin tritt er in Kneipen und Bars auf, wo das Material für sein Debutalbum "Small Moments" zusammen kommt. Zum größten Teil in Heimarbeit aufgenommen und nach eigenen Angaben nicht wirklich als Veröffentlichung gedacht, kommt es im Herbst 2000 auf den Markt.

Die Selbsteinschätzung "ich bin jemand, der akustische genauso wie elektronische Musik macht" bestätigt sich und führt zu Interesse seitens der lokalen Medien und der Plattenindustrie. Mit einem Vertrag in der Tasche nimmt Kitt erneut einige Lieder des Debutalbums auf und ergänzt sie mit neuen Stücken. "The Big Romance" erscheint im Juni 2001 in Irland und Großbritannien und macht Kitts Namen auch außerhalb Dublins bekannt. Es folgen Auftritte als Opener für Tindersticks, Super Furry Animals, Starsailor und Mercury Rev sowie eine eigene Tour durch die USA und Europa.

Im Laufe des Jahres 2002 kommen seine bisherigen zwei Alben auch in Deutschland auf den Markt. "The Big Romance" ist seit Januar erhältlich, "Small Moments" ab Februar. In diesem erfolgreichen Jahr wird er bei den Meteor Ireland Music Awards in der Kategorie "Best Irish Male" ausgezeichnet.

2004 veröffentlicht der Ire auf seinem Dublin Discs-Label eine Zusammenstellung von Coverversionen mit dem Titel "The Black & Red Notebook". Er holt sich verstreute Funde aus der Popgeschichte ins Haus und gestaltet sie als ruhige Kammermusik mit Gitarre, Klavier, Schlagzeug und allem, was so rumsteht. "Never Stop" von Money Mark steht hier neben Sonic Youths "Teenage Riot" und "Don't Go Back To Rockville" von R.E.M..

Im August 2006 erscheint in Irland auf Dublin Discs sein viertes Werk "Not Fade Away", dass im restlichen Europa durch Rough Trade im Januar 2007 auf den Markt kommt; diesmal hat David Kitt wieder Eigenkompositionen im Gepäck. Das Album besticht wie seine Vorgänger durch eine ungemein entspannte Leichtigkeit und Sensibilität. Die Herangehensweise hat sich kaum verändert, eingängige Melodien bilden die Basis für Arrangements, die herkömmliche Instrumente sanft mit Elektronik verweben.

Dieses Album wird produziert von David Kitt und Karl Odlum. Für einige Songs gewinnt er den schwedischen Produzent Tore Johansson (u.a. Franz Ferdinand, The Cardigans)und als musikalische Mitstreiter seine Fans Romeo und Michelle Soddart von den Magic Numbers für sich. Die meisten Instrumente spielt David selbst ein, neben Gitarren, Bass, Schlagzeug und Synthesizer auch ein Banjo.

David Kitts Erfolg und Popularität auf der Insel scheinen ungebrochen, sein aktuelles Werk ist eines von zehn Alben, die für den Choice Music Prize als bestes Album des Jahres 2006 nominiert sind. Eine weitere Nominierung, wiederum als "Best Irish Male" bei den Meteor Awards 2007 liegt auf dem Tisch.

Alben

David Kitt - Not Fade Away: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2007 Not Fade Away

Kritik von Martin Leute

Eingängige Melodien, gehüllt in elektronische Arrangements. (0 Kommentare)

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