Porträt

laut.de-Biographie

Danju

Feuer kennt keine falsche Zurückhaltung. Diese Lektion muss Neujahr 2016 auch Danju schmerzlich lernen. Wie 2009 schon Chimperator-Labelkollege Maeckes, den ein Wasserschaden das Material fürs Mixtape "Null" kostet, steht auch Danju auf Kriegsfuß mit den Elementen.

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Haftbefehl und Xatar klagen an. Die Beginner rappen nicht gegen die AfD. Cro kickt, Shindy schimpft, die Simpsons adeln Hip Hop.

Ihm brennt das Tonstudio unter dem Hintern weg - und damit Computer, Sampler, Mikrofone. Das Mastertape mit dem Album-Premierenmaterial zu "Stoned Ohne Grund" kann glücklicherweise gerettet werden. Dankbar dafür ist nicht nur der Rapper selbst, sondern auch Stuttgarts "Raop"-Superstar Cro. Der ist schließlich nicht nur Chimperator-Wegweiser, sondern auch der Albumproduzent seines langjährigen Buddys.

Nach zwei Jahren Arbeit natürlich trotzdem ein ziemlicher Schock für den MC, der sich zu Zeiten von Cros Durchbruch noch DaJuan rufen lässt. Mit dem nämlich drückt DaJuan einst im Ländle die Schulbank. Gemeinsam gehen sie auch die ersten Schritte im Rapgame an.

Mit 14 Jahren beginnt DaJuan, sich für die Musik zu begeistern. Er lernt Trompete und Gitarre und nimmt erste eigene Songs auf. Dann lernt er die Westcoast-Helden Game, Dre und Snoop besser kennen - und Carlo Waibel alias Cro. Eine musikalische Freundschaft entsteht. "Mit 16 fingen wir dann an, tatsächlich zusammen Songs zu machen", erinnert Cros Kumpel sich.

Auf dessen Mixtapes "Trash", "Meine Musik" und "Easy" findet Danju zwischen 2009 und 2011 regelmäßig als fast omnipräsenter Gast statt. Während Cro in der Folge allerdings mit "Easy" und Pandamaske reihenweise die Teenagerherzen Zentraleuropas bricht, bleibt Danjus Karriere vorläufig auf der Wartebank. Statt sich auf die Arbeit am Mic zu konzentrieren, setzt der selbsternannte 'ewige 19-Jährige' 2012 zum Studieren nach Barcelona über.

Danju - Stoned Ohne Grund Aktuelles Album
Danju Stoned Ohne Grund
Brennt schlecht ab, sicher gestreckt.

Dort kehrt in Sachen Rap für über ein Jahr Ruhe ein. Aber nur nach außen: Während er in der Sonne studiert, feilt DaJuan weiter an seinen entspannt-abgehangenen Flows und Tracks. 2014 taucht der Schwabe dann mit dem durchwachsenen Mixtape "Play" sowie dem sehr smoothen Ausrufezeichen "Cali" aus der Senke auf. Auch in Cro-Tracks wie "Meine Gang" reüssiert der Rapper wieder als Mit-Chimperator.

Kurz darauf benennt er sich endgültig in Danju um. Denn wenn der alten Persona die Mikrofone in Flammen aufgehen, erfindet sich der moderne Ich AG-Künstler eben schnell mal neu. Mit neuen Cornrows und einem Foto seines brennenden Studios als Cover feiert Danju im April 2016 endlich die Langspielpremierenfeier.

Gleichzeitig wird er nicht müde, die Unterschiede zum ewig großen Vorbild und Produzenten Cro zu betonen. Er klinge "schon anders als Carlos Mucke. Es sind Tracks für jedermann dabei, aber guter Rap und geile Beats stehen im Vordergrund. Mir geht es mehr um Bitches und Weed als um 'Gute Laune' … "

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