Porträt

laut.de-Biographie

D'Sound

D'Sound ist ein norwegisches Pop-Trio, das für seine Produktionen und Auftritte verschiedene Gastmusiker engagiert. 1993 gründet sich die Band in Oslo. Sie besteht aus der Sängerin Simone (geb. 1970), dem Bassisten Jonny Sjo und dem Schlagzeuger Kim Ofstad (beide 1969). Die beiden Instrumentalisten lernen nach ersten musikalischen Erfahrungen in ihrer Jugend das Handwerk auf der renommierten Berklee College Of Music in Bosten, USA, wo sie sich auch zum ersten Mal treffen. Beide haben ähnliche musikalische Vorlieben und große Freude am gemeinsamen Musik machen. Anfang der 90er Jahre, sie sind bereits wieder in ihrer Heimat, kommen sie zufällig in einem Keller bei einer Probe mit Simone zusammen. Die Deutsche, mit einem türkischen Vater, lebt seit 1979 mit ihren Eltern in Norwegen und hat bereits professionelle Musikerfahrungen als Sängerin bei dem A-ha-Hit "Velvet" gesammelt.

Die drei beschließen die Gründung von D'Sound und bringen 1996 ihre erste Platte ("Spice Of Live") heraus. Stilistisch bewegt sich die Musik zwischen Soul, Fusion, Drum'n'Bass und Pop. Einige Stücke mit Simones weichem Gesang und den typisch amerikanischen Soul-Grooves erinnern an die Musik von Randy Crawford ("Smooth Escape"), obwohl D'Sound mehr Fusion-Elemente einfließen lassen ("Good Man, Good Girl"). Andere Stücke sind poppiger, ohne jedoch die Ausbildung an der Berklee College Of Musik mit den vielen Jazz-Einflüssen zu verleugnen. Die CD ist in Norwegen auf Anhieb ein Erfolg und macht D'Sound zu einer festen Größe in der skandinavischen Musikszene. Die Platte wird für zwei "Spellemannpriser" (der norwegische Grammy) nominiert. Und zwei Singleauskopplungen verkaufen sich ordentlich. Selbst in Japan stellt sich nach der Veröffentlichung der locker, flockigen Single "All I Wanna Do" Erfolg ein, und man schafft es auf Platz eins der dortigen Radio-Charts.

1998 erscheint das Album "Beauty Is A Blessing", das einen leichten Stilwandel aufzeigt. D'Sound orientieren sich an dem neuen Genre Drum'n'Bass und aktuellem R'n'B. So ist die extrem groovige Cover-Version von "Down On The Streets" mit ihrem Hip Hop-Beat sogar in englischen Clubs ein Renner. Die Single-Auskopplung "Beauty Is A Blessing" gerät demgegenüber viel weicher und bietet eher älteren Soul. Ganz anders "Drummer Drummer", ein Song, der, wie schon der Titel vermuten lässt, den Schwerpunkt auf die Beats legt. Eine Drummaschine spielt nervöse Drum'n'Bass-Rhythmen, dazu sind Keyboard-Flächen zu hören, und Simone singt hauchig darüber. An die Veröffentlichung schließen sich viele Auftritte in ihrem Heimatland, die Platte erreicht Platin, und bald erhalten sie die Auszeichnung "Beste norwegische Popgruppe" beim "Spellemannpriser".

Wieder zwei Jahre später erscheint ihre CD "Talkin' Talk". Diesmal nicht nur in Norwegen, sondern auch in Deutschland. Das Trio produziert die Lieder zunächst im privaten Heimstudio von Jonny Sjo. Den letzten Schliff gibt dem Sound der gefragte amerikanische Mixer Serban Ghenea in Virginia Beach, USA. Musikalisch zeigt sich ebenso eine starke Affinität zu gerade angesagten Stilistiken in Nordamerika. Zeitgenössischer R'n'B ("Talkin' Talk") dominiert das Album mit kantigen Beats und Anlehnungen an lateinamerikanischen Akkordfolgen ("Sing My Name"), wie man es bei der Jahrtausendwende zum Beispiel von Aaliyah hört. Doch bleiben die musikalischen Ursprünge der Instrumentalisten nicht verborgen. In dem komplizierten "Sweet Music" steckt wieder viel Fusion drin. Für die folgende Tour findet man einige hervorragende Mitstreiter wie zum Beispiel DJ Kemit, einer der Gründer von Arrested Development.

Mit dem 2003 in Norwegen und 2004 in Deutschland erscheinendem Album "Doublehearted" erfolgt erneut ein Stilwechsel. Pop dominiert nun. "I Just Can't Wait" oder "Doublehearted" enthalten eigentlich kaum noch Soul-Elemente, und auch von Drum'n'Bass ist nichts mehr zu spüren. Statt dessen dominieren glatte, eingängige Rhythmen mit Melodien gepaart, die an der ein oder anderen Stelle sich vielleicht Abba als Vorbild nehmen.

Jedoch reicht man an deren Qualität nicht heran. Die Jazzrock-Vorbilder sind nun nur noch bei Bassist Jonny gelegentlich herauszuhören. Obwohl das Album eher dahin plätschert, findet es in der Heimat viele Anhänger und erreicht Goldstatus. Dies wünscht sich die Band sicherlich auch für den Rest Europas, sie versucht weitere Fans durch den Auftritt im Vorprogramm von Incognito im Sommer 2004 in Hamburg zu gewinnen.

Im März 2006 erscheint in Deutschland das zweite Album "My Today" mit Gastmusikern wie Till Brönner und Tony Morelle von Incognito.

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