Porträt

laut.de-Biographie

Callisto

Callisto ist zum einen der Namen eines Jupitermondes, den Gallileo Galilei bereits 1610 entdeckte. Darüber hinaus existiert in der griechischen Mythologie eine Figur mit diesem Namen, eine Schmetterlingsgattung trägt ihn, und außerdem hat ein holländischer Programmierer ein Schachprogramm so benannt.

Ach ja und im finnischen Turku verpassen Sänger und Gitarrist Markus Myllykangas, Basser Juho Niemelä, Gitarrist Johannes Nygård, Keyboarder Arto Karvonen und Drummer Ariel Björklund ihrer Band 2000 eben dieses Moniker. Das scheint ihnen für die Mischung aus Sludge, Hardcore und Doom Metal passend - obwohl sie sich textlich vorrangig mit christlichen Themen befassen. Und mit denen hatten die alten Griechen und auch Gallileo ja bekanntlich weniger am Hut.

Dennoch gehen Callisto in ihren Texten nie als Prediger vor, sondern bleiben im Sinne von Trouble oder Woven Hand eher kryptisch. Musikalisch stehen sie zu Beginn ihrer Karriere in der Traditon von Bands wie Neurosis oder Breach. Nach einer Single und der EP "Ordeal Of The Century", welche 2002 erscheint und 2003 nachgepresst werden muss, kommt 2004 schließlich das Debüt "True Nature Unfolds". Die Scheibe ist eine der letzen Produktionsarbeiten von Mieszko Talarczyk (Nasum), der bei der Flutkatastrophe in Thailand ums Leben kommt.

Darauf verwenden sie eine große Anzahl ungewöhnlicher Instrumente wie Cello, Saxophon oder Oboe. In den ausgiebigen Instrumentalphasen lassen sich auch immer wieder Einflüsse aus dem Jazz hören. Diesen Weg treten sie auf "Noir" noch breiter aus, mmischen die Vocals von Markus aber etwas zu sehr in den Hintergrund und bewegen sich ein Stück weiter in die Doom Metal-Ecke.

Zwischenzeitlich sind sie mit Bands wie High On Fire oder Swallow The Sun unterwegs und bespielen fast ganz Europa. Eine einschneidende Veränderung nehmen sie 2008 vor, als sie mit Jani Ala-Hukkala einen echten Sänger in die Band holen. Markus konzentriert sich nun weitgehend auf seine Gitarre. Vollkommen zurecht steht auf "Providence" (2009) wieder der gesang im Vordergrund.

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