laut.de-Biografie
Brixtonboogie
"Der Blues dient als Klammer, als das, was unsere Songs zusammenhält. Es finden Exkursionen in verschiedenste Musikbereiche statt, doch der Blues ist immer die Seele", erläutert Krisz Kreuzer, Produzent und Kopf der multinationalen Band Brixtonboogie.
Multikulturell verhält es sich zwangsläufig auch mit der Musik der Band, die mit Einflüssen, Zitaten und Samples aus mehreren Epochen arbeitet. Jazz, Funk, Rock, Soul, Hip Hop, Dubstep - der Sound von Brixtonboogie zeigt sich vielseitig und vertraut, beschreitet klanglich jedoch oft neue Wege.
Bandchef Krisz Kreuzer kommt 1962 in Münster zur Welt. Schon früh erwacht in ihm die Liebe zur Musik, als 16-jähriger übt er sich lieber im Spiel mit der Mundharmonika als mit der Gitarre. Sein besonderes Augenmerk gilt vielen kaum bekannten schwarzen Künstlern.
Zum Umgang der Weißen mit deren Musik meint Kreuzer: "Eric Clapton, Rory Gallagher, Stevie Ray Vaughan - das sind all die, die den Blues bekannt gemacht, aber auch weichgespült haben." Er hält sich lieber an die Originale. In seinem Lebenslauf finden sich Stationen in Reggae-Bands, Arbeit als Pop-Promotor und Festivalveranstalter und sogar TV-Moderator. Seit 1998 ist Krisz Co-Besitzer der Hamburger Produktionsfirma Bass.
Um 2004 herum entsteht die Idee, aus alten Blues-Einflüssen vermengt mit anderen Stilarten einen neuen Sound zu kreieren. "Ich kapierte schnell, dass es mit pumpenden Beats allein nicht getan ist. Ich wollte da aber auch nicht musikhistorisch rangehen. Ich wollte, dass es organisch wirkt, deep ist, bounct. Die Härchen müssen flimmern."
Sein Plan findet Gehör bei anderen Musikern: Im Lauf der Folgejahre zeigen sich der Soul-Interpret Wayne Martin, die Sängerinnen Masha, Nataly Dorra, Trina Hamlin, und der Hip Hopper Bryan Sanders mehr als angetan von dem Projekt: Brixtonboogie sind geboren.
Gleich auf ihrem 2009 erscheinenden Debüt "Urban Blues" zeigen die Musiker, wieviel Kraft in alten Sounds steckt - und wie harmonisch sie sich mit Loops, Samples, Raps und vielerlei Einflüssen verbinden lassen.
Das Ergebnis: ein oft vertrauter Klang, der aber durch die grenzgängerische Zusammenstellung neu, frisch und unverbraucht wirkt. Und ganz nebenbei setzen Brixtonboogie mit ihrer Arbeit fast vergessenen Künstlern wie Big Bill Broonzy ein lebendiges Denkmal.