Porträt

laut.de-Biographie

Bobby Bare Jr

Er trägt einen Namen, der verpflichtet, denn sein Vater Bobby Bare war in den 60er und 70er Jahren einer der erfolgreichsten Country-Sänger. Neben Hits unter eigenem Namen ("Four Strong Winds" oder "Detroit City", Grammy für das beste Lied 1964) wirkte er am Erfolg von Rosanne Cash und Waylon Jennings mit.

Kein Wunder also, dass Bobby Bare Jr schon im frühen Alter eine aktive musikalische Rolle spielt. Bereits als Fünfjähriger ist er mit seinem Vater für das Duett "Daddy What If" für einen Grammy nominiert. "Ich möchte euch den nächsten Superstar vorstellen. In zwanzig Jahren wird er sich für diese Aufnahme so sehr schämen, dass er mich wahrscheinlich verklagt. Er und all seine Freunde werden bekifft rumsitzen und er wird sich beschweren: "Schaut mal her, zu was mich mein Vater gezwungen hat", führt der Senior seinen Sohn bei einem Auftritt ein.

In der Tat tritt Jr in die Fußstapfen seines Vaters, auch wenn der prophezeite Superstar-Status nicht zustande kommt. Als Produzent und Bassist arbeitet er in den 90er Jahren mit Frank Black von den Pixies zusammen und tourt mit den Black Crowes. Sein diskographisches Debüt gibt er 1998 mit "Boo-Tay", zwei Jahre später gefolgt von "Brainwasher". Beide Platten erscheinen unter dem Bandnamen Bare Jr und bieten Alternative Rock anstelle von Country.

Anschließend gründet Jr. eine Begleitband mit wechselnden Mitgliedern, die er Young Criminals Starvation League tauft. Hinter "Bobby Bare, Jr.'s The Young Criminals Starvation League" (2002) verbirgt sich fast das komplette Lineup von Lambchop ohne Sänger Kurt Wagner. Es folgen "From The End Of Your Leash"(2004)" und der Livemitschnitt "Live: Nick Nacks & Paddy Whacks" (2006).

Die unkomplizierte Vorgehensweise zeigt sich an "The Longest Meow" (2007), das unter dem Motto "11 Songs – 11 People – 11 Hours" entsteht. Unter den Teilnehmern befinden sich Carey Kotsionis, Doni Schroader (Trail Of Dead), Deanna Varagona (Lambchop), Ben Martin (Clem Snide) und das gesamte Lineup von My Morning Jacket. Das Ergebnis ist zwangsloser, energiegeladener Bluesrock mit Underground-Touch.

Was Bobby Bare von den Tätigkeiten seines Sohnes hält? Trotz der unterschiedlichen Musikstile scheinen sich die beiden immer noch gut zu verstehen. Der Produzent von Bobby Bares erstem Album nach über zwanzig Jahren, "The Moon Was Blue" (2005), heißt jedenfalls Bobby Bare Jr.

Alben

  • Offizielle Seite

    Nett gemacht, persönlich gehalten.

    http://www.bobbybarejr.com/
  • Bloodshot Records

    Infos beim US-Label.

    http://www.bloodshotrecords.com/artists/bobbybarejr/

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