Porträt

laut.de-Biographie

Bloodsimple

Schon während sie noch bei Vision Of Disorder aktiv sind, basteln Sänger Tim Williams und Gitarrist Mike Kennedy an einem Projekt namens Bloodsimple. Als sich Visions Of Disorder auflösen, ist die Entwicklung vom Projekt zur echten Band der nächste logische Schritt. Zusammen mit dem ehemaligen Downset-Drummer Chris Hamilton und Ex-Skrew-Basser Kyle Sanders (die zusammen schon bei Ex-Medication aktiv waren) schieben sie die Sache an, doch richtig ins rollen kommt es erst, nachdem der zweite Klampfer Nick Rowe zum Line-Up stößt.

Dieser hat nicht nur eine jahrzehntelange, klassische Vorbildung, sondern auch im Jazz-Bereich einige Erfahrungen gesammelt. Da er zudem auch als Produzent kein Greenhorn mehr ist, gehen die Arbeiten schnell und locker von der Hand. Auf der einen Seite haben die Jungs aus Long Island, New York einige knallharte Songs - auf der anderen wissen sie durchaus mit Melodien und leisen Tönen umzugehen. Das merkt auch Mudvayne-Fronter Chad Gray recht schnell, der das Quintett für sein Bullygoat Label unter Vertrag nimmt und auch als Opener mit auf Tour nimmt.

Das Debütalbum "A Cruel World" erscheint Mitte Mai und lässt sich mit den Worten von Sänger Tim am besten beschreiben: "Es holt dich am Eingang ab und haut dir erstmal die Birne weg, aber dann führt es dich an einen ganz anderen Ort. Ich singe gern und ich schreie gern, und je älter man wird, desto mehr Einflüsse hat man".

Mit Otep, American Head Charge und Candiria geht es im Rahmen der Alliance Of Defiance-Tour im Februar durch die Staaten, ehe im Sommer weitere Dates mit Static X und nochmals American Head Charge folgen. Zum Ende des Jahres hin begleiten sie schließlich noch Throwdown und Soulfly auf deren Gigs.

Das neue Jahr eröffnen sie mit der Jägermeister-Tour im Vorprogramm von Disturbed, ehe sie mit God Forbid und Trivium auch mal nach England übersetzen. Allerdings packt Drummer Chris daraufhin seine Sticks ein und macht lieber bei Saint Caine weiter. Für ihn springt der ehemalige Visions Of Disorder-Drummer Brendon Cohen ein und gibt auf der Sommertour mit Stone Sour und Alice In Chains den Beat an. Brendon spielt auch Ende des Jahres mit der Band deren neuen Album ein, gehört aber dennoch nicht fest zur Band. Er geht nach den Aufnahmen seiner Wege und macht vorübergehend für Bevan Davies (Jerry Cantrell, Danzig) Platz.

2007 sind sie zunächst mit Diecast und Sevendust unterwegs, ehe sie ein paar Dates mit Hellyeah spielen. Auch auf der Family Values-Tour gehen Bloodsimple auf die Bühne und immer noch warten sie auf die Veröffentlichung ihres zweiten Albums. Doch erst, als sie auch noch eine weitere Tour mit Hellyeah und Otep hinter sich gebracht haben, erscheint Anfang Dezember endlich "Red Harvest". Nachdem zwischenzeitlich schon mal Drummer Will Hunt (Dark New Day) ausgeholfen hatte, sitzt inzwischen Mike Froedge hinter den Drums.

Alben

Bloodsimple - Red Harvest: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2007 Red Harvest

Kritik von Michael Edele

Tim Williams ist ein verdammt ausdrucksstarker Shouter. (0 Kommentare)

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