Porträt

laut.de-Biographie

Black Messiah

Den Grundstein zu Black Messiah legen Shouter und Bassist Zagan, Gitarrist Frohnleichnam und Drummer Reverend Heidenbluth 1994 in Gelsenkirchen. Wie der Namen und die Pseudonyme schon andeuten, spielen die drei Herren anfangs noch lupenreinen Black Metal.

Bands wie Venom, Celtic Frost, Bathory oder Possessed sind aus ihren Songs leicht heraus zu hören. Nachdem Frohnleichnam und der Reverend der Band kurze Zeit später den Rücken kehren, beschließt Zagan seine klassische Ausbildung deutlicher in den Sound von Black Messiah zu integrieren. Er greift zur Gitarre und nimmt zusammen mit Drummer Nabahm (Goat Of Mendes) das Debüt "Sceptre Of Black Knowledge" auf.

Die Scheibe erscheint 1998 über Last Episode Records und weist einige Gastbeiträge auf, wie die des ehemaligen Sodom- und Kreator-Gitarristen Frank 'Blackfire' Gosdzik. Mit dem Label gibt es aber schnell die ersten Probleme und kurz bevor sich Black Messiah an die Aufnahmen zur zweiten Scheibe machen wollen, kommt es zum Bruch. Zagan und Nabahm gehen 2000 schließlich wieder auf eigene Faust ins Studio und nehmen ein weiteres Demo auf.

Die Entwicklung weg vom Black- und hin zum Pagan Metal schreitet weiter voran, was sich auch an der Verwendung von Mandoline und Violine ablesen lässt. Was sich ebenfalls abzeichnet, ist der Zwist zwischen Zagan und Nabahm, denn wo der Bandkopf gern auch auf die Bühne gehen würde, sieht der Drummer die Zukunft von Black Messiah lediglich im Studio. Nabahm steigt also aus und Zagan macht sich erneut auf die Suche nach geeigneten Mitmusikern.

Dank der Pseudonym-Wut des Genres hören die auf Namen wie Meldric und Zoran (beide Gitarre), Hrym an den Keys, Drahco am Bass und Surthur an den Drums. Mit diesem Line-Up spielt Zagan 2004 ein weiteres Demo ein. Ein Jahr später veröffentlichen Black Messiah schließlich ihr zweites Album "Oath Of A Warrior". Viele hatten die Band schon gar nicht mehr auf dem Schirm, müssen sich mit dem Album aber eines Besseren belehren lassen.

Zwar steigt Drahco im Oktober aus, sein Platz wird aber schnell von Niörd ausgefüllt. Mit ihm starten die Aufnahmen zu "Of Myths And Legends", das letztendlich über AFM Records erscheint. Die Presse ist weitgehend sehr gut, doch ausgerechnet das Rolling Stone-Magazin veröffentlicht einen Artikel namens "Hitler's Headbanger", der Black Messiah als rechtsextreme Band darstellt.

Die wissen zunächst gar nicht, um was es überhaupt geht, als sie darauf angesprochen werden, zögern aber auch nicht, mehr als deutliche Worte zu finden: "Wer uns kennt, weiß, was wir von Nazis halten. Ich habe keine Lust, mich mit diesen gehirnamputierten Idioten vergleichen zu lassen. Das sind Verbrecher", so Fronter Zagan in einem Interview.

Auf der neune Scheibe hilft an den Drums mit Mike 'Brööh' Bröker schon ein Kumpel aus, da Surthur bereits wieder Geschichte ist. Brööh steigt bald darauf fest bei Black Messiah ein und ist, neben Keyboarder Agnar und Basser Garm, eines der neuen Gesichter bei der Band aus dem Ruhrpott.

Mit neuem Line-Up und neuer Kraft macht sich die Band an das nächste Album, das einem lyrischen Konzept um die Hexe Gullveig folgt. Die taucht auch schon in der nordischen Mythen-Sammlung der Edda auf. Um das Projekt entsprechend umzusetzen, haben sie mit Tom Zahner sogar einen professionellen Erzähler auf "First War Of The World". Das Album erscheint Mitte März 2009 und behält den Wechsel zwischen deutschen und englischen Texten bei. Diesen Weg setzen sie auf "The Final Journey" (2012) fort

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

1 Kommentar