Porträt

laut.de-Biographie

Beroshima

In Japan ist Frank Müller aka Beroshima ein Topplayer der Technoszene mit Popstarstatus. Nicht nur Japans Chefelektroniker Takkyu Ishino hält große Stücke auf den Mann aus Berlin. Auch bei den Clubgängern stehen die 80er-lastigen Beroshima-Tunes ganz hoch im Kurs. In unseren Breiten-macht Frank Müller neben seinen wuchtigen Tanzflächenfüllern, vor allem als umtriebiger Labelchef von sich reden. Müller Records, sein populärster Imprint, ist aus der Hauptstadtszene nicht mehr wegzudenken und die Heimat von so illustren Name wie Rok, Autotune, Air Liquide, Latex und natürlich seinen eigenen Beroshima Releases.

Die Liebe zur Musik ist für den 1969 geborenen Müller zunächst nur Hobby. Nach der Musikschule haben es Müller New Wave und frühe Elektronik-Sachen angetan, was man später auch bei Beroshima und den meisten Müller Releases festmachen kann. Ab 1985 spielt er seine Lieblingstracks dann auch öffentlich "in der Dorfdisco rauf und runter", wie er in einem Interview schmunzelnd anmerkt, auch wenn er dies nicht als Beginn seiner DJ-Karriere verstanden wissen möchte. Mit dem Kauf eines Synthesizers macht er den ersten Schritt in Richtung Produzentenkarriere.

Bevor die zu Beginn der 90er richtig in Schwung kommt, verschlägt es den gelernten Maschinenbauer zunächst für einige Jahre nach Holland. Als es ihm dort zu langweilig wird, zieht er 1992 nach Berlin, wo er genau richtig kommt, um sich vom Technofieber anstecken zu lassen. 1993 gründet er mit Acid Orange sein erstes Label, wo ein Jahr später Toktok ihre dem Zeitgeist geschuldete erste Maxi veröffentlichen. Für Frank Müller bleibt Acid Orange mit seinen 20 Releases nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu Müller Records, das 1996 an den Start geht und sich schnell einen Namen macht.

Gleich die ersten Beroshima-Tracks wie "Deebeephunky" und "Electronic Discussion" bringen die Dancefloors mit ihren retrolastigen Technogrooves zum Rauchen und geben damit die Richtung für die weiteren Releases wie Roks gefeierte "Key External EP" oder die nicht weniger populäre "Exploding Fist" EP von Autotune vor. Frank Müllers eigene Tracks rocken die Tanzfläche ebenfalls heftig, wie "Fuck Your Body" beweist, können sich jedoch auch wavig mit Gesang geben ("This Could Be Love"). Damit wildert Beroshima auf einem ähnlichen Territorium wie DJ Hell, der ebenfalls auf eine Melange aus 80ies, Electro und Techno setzt.

2001 erscheint der erste Beroshima Longplayer "Pornography Of Performance", auf dem auch zuvor bereits releaste Maxis wie "World Wide Whore" zu erneuten Ehren kommen. Auf den trocken und elektroid rockenden Grooves von Frank Müller vertrauen auch The Hacker, Golden Boy und Westbam bei ihren Remixanfragen. Daneben halten den Labelchef und Produzent zahlreiche Gastspiele im fernen Osten auf Trab. Vielleicht mit ein Grund, warum bis zum nächsten Beroshima-Album ganze drei Jahre ins Land ziehen. "Catastrophe Ballet" kommt 2004 in die Läden und beweist einmal mehr Frank Müllers feines Händchen für melodiöse Technotracks.

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