Porträt

laut.de-Biographie

Battleboi Basti

Da weiß einer, wie man sich im Rapgame frisch hält: Stefan Schwensow, Jahrgang 1986, aka BattleBoi Basti aka Fiksch aka Reggaeboi Basti aka Lil Ill liefert das Musterbeispiel eines Imagerappers. Mit seinen sehr unterschiedlichen Künstlercharakteren bedient der Berliner seit 2010 ein breites Spektrum an Hip Hop-Fans.

Damals taucht der BattleBoi mit einem Disstrack gegen den österreichischen Rapper MoneyBoy aus dem digitalen Nichts auf. Beim Audiobattleturnier von MZEE 2011 gewinnt er, der Kollegah, Olli Banjo und besonders Marsimoto zu seinen Idolen zählt, gegen 4tune.

Kurz darauf macht er sich bereits bei Deutschlands bekanntesten Video-Battleturnieren VBT und VBT Splash! einen Namen. 2011 und 2012 schafft Basti es erst ins Halbfinale, dann in die Endrunde gegen eine andere Hausnummer im hiesigen Battlerap, gegen Weekend.

Wie das gelingt? Zum einen mit hohem technischen Niveau: Basti bekam die Punchlines anscheinend in die Wiege gelegt. Mit Wortgewandtheit, Cleverness und Selbstironie trägt er seine Texte oft in Doubletime vor und lässt die Konkurrenz hinter sich zurück. Den Rest besorgt die multiple Persönlichkeit des Berliners.

Als Hauptact BattleBoi Basti nennt er sich auch Kiddboss und mimt einen zwölfjährigen Wannabe-Rapper der ätzendsten Sorte. Ausgestattet mit nerdiger Hornbrille, Schulranzen und einem Tourette-artigen Drang zu Flüchen gibt er die pubertierendes Fleisch gewordene, grinsende Provokation. Die hochgedrückte Kinderstimme sowie renitente Lyrics gegen Schule und Alltag tun das Übrige zur Vervollständigung des Images.

In seinen anderen Inkarnationen nimmt Schwensow mal die Identität des Gangstarapper an (Lil Ill), mal rappt er in normaler Stimmlage (Fiksch), oder aber er intoniert seine Zeilen zu Reggae-Offbeats (Reggaeboi). Dazu gesellen sich je nach Tagesbedarf die Figuren Mohrenkopf Dilemma (eine Parodie auf Morlockk Dilemma) oder auch die Persiflage seines Kollegen Weekend als "Weekend".

Damit platziert sich BBB, der Teil der Click Clack Clique-Posse ist, vor etwa Felix Krull oder DCVDNS in der Reihe skurriler Deutschrapper, die in den 2010er Jahren mit feiner Ironie für Aufsehen sorgen. Dazu gehören auch Auftritte im Krokodilskostüm oder Schlafanzug.

Logisch, dass auf seinem Debütalbum "Pullermatz", das im Juni 2013 erscheint, für (fast) jeden die passende Punchline dabei ist. Vorausgesetzt, versteht sich, man kommt klar auf den doch sehr speziellen Humor.

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