Porträt

laut.de-Biographie

Architecture In Helsinki

Architecture In Helsinki heißen die Multi-Instrumentalisten aus Melbourne, die weder etwas mit Architektur noch mit Helsinki zu tun haben. Die Freunde Cameron Bird (so etwas wie der Anführer der Chaotenbande), James Cecil, Gus Franklin, Isobel Knowles, Jamie Mildren, Sam Perry, Tara Shackell und Kellie Sutherland beschließen einfach mal, am Wochenende gemeinsam Musik zu machen.

Dazu treffen sie sich das erste Mal im Jahr 2000 in ihrem Clubhouse und Studio namens Super Melody World und kreieren umfangreiche Songkompositionen. Dafür lädt die Truppe auch gerne mal Freunde ein, die nicht weniger durchgeknallt sind und auf allem herum trommeln und blasen, was ihnen so in die Finger kommt. Dazu kommen wunderbare Gesangseinlagen, Gitarrenklänge und jede Menge Synthie-Getöse.

Eine ausgeflippte Familie, die sympathischer nicht sein könnte. In Amerika sind AIH mit ihren beiden Alben schon länger erfolgreich. Melodien, die unter die Haut gehen, einen um Jahre jünger aussehen und ganz einfach nur verrückt im Zimmer herum springen lassen. 2002 erscheint mit "Fingers Crossed" das Debüt und nach kurzen Verwirrungen und allgemeinem Kopfkratzen wird dieses kunterbunte Sammelsurium in den Staaten und England zum Underground-Erfolg. Bereits in 38 verschiedenen Städten begeistert die achtköpfige Freundschafsband als Support von Belle und Polyphonic Spree.

Schnell werden AIH als die australischen Seelenverwandten von Arcade Fire eingestuft, von denen die Architekten zuvor allerdings noch nie gehört haben. Sie treten in Massen auf, genauso wie Broken Social Scene und ihre Show und Attitüde hat etwas schrullig Verrücktes wie bei den Dänen Broken Beats.

Es gibt also noch mehr Erwachsene da draußen, die sich in den künstlerischen Sandkasten werfen und die Generation der schnellen Schnitte mit zauberhaften Songs beliefern. Mit dem 2005 erschienenen "In Case We Die" bekommen AIH im Jahr darauf in immer mehr europäischen Ländern Aufmerksamkeit. Nebenbei liegt 2006 mit "We Died, They Remixed" noch ein Remixalbum in den Plattenläden. Für die Beach Boys-Hommage steuern die Musiker ein Cover für "Do It Again: A Tribute To Pet Sounds" bei.

Derweil zieht es Cameron Bird gen USA, genauer Brooklyn, während sich der Rest in der australischen Heimat aufhält. Die neuen Nachbarn des Frontmanns stammen zum Großteil aus der Karibik, was das Gemeinschaftsgefühl, aber auch die Lieder des kommenden Album prägt. Auf der Strecke bleiben Isobel Knowles und Tara Shackell, die fortan wegen "kreativer Differenzen" nicht mehr mitmusizieren. Die Zusammenarbeit mit den Daheimgebliebenen erleichtern diverse Gadgets und das Internet. Instant Messenger funktioniert die Gruppe mal eben zu einer Plattform für Jam-Session um.

Und auch bei der Suche nach einem Produzenten geht Bird den Datenweg. Bei der Suche nach Musikern, die in Brooklyn ins Studio gingen, stolpert er virtuell über Chris Coady. Kurz nach einer Nachricht über Myspace telefonieren beide miteinander. Vor einer US-Tour spielt sich die Band fünf Tage lang warm, ehe sie sich im Herbst auf US-Tour begeben. Danach schließen sie sich für zwölf Tage im Staygold Studio von Dave Sitek ein. Coady übernimmt die Tontechnik, während die Architekten ihr drittes Album produzieren. Im Anschluss reisen allesamt nach Sidney für den letzten Schliff und das Mastering.

Ihre selbst erstellte Bausubstanz durchbricht die grenzenlose Musikvielfalt. AIH haben ihren eigenen Zement gemischt. Von Pop bis Rock finden sich sämtliche Genres in ihrer Musik wieder. Alles ist erlaubt. Musical und Opernchöre, Sprechgesang und Bläsergewalten oder über vierzig Instrumente wie Farfisa, Steel Drums, Melodika, Tuba, Streicher und Sitar. Die Schizophrenie der australischen Sprunghaftigkeit sollte nicht nur den Indie-Nerd, sondern auch größere Massen erreichen. Das dritte Album "Places Like This" erscheint hierzulande am 10.08.2007, unterdessen betouren Bird & Co. fleißig die Festivals und Clubs rund um den Globus.

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