Porträt

laut.de-Biographie

Amanda Mair

"Wenn Amanda Mair eine Bühne betritt, umweht sie eine Aura majestätischer Pop-Eleganz." Eine hübsch klischierte Gedankenwurst, die sich die PR-Menschen von Labrador und Sony da haben einfallen lassen, um den neuen Pop-Darling aus Skandinavien vorzustellen. Die 1994 geborene Sängerin und Pianistin wird seit dem Erscheinen ihrer ersten Single "House" als neue Kate Bush oder Stevie Nicks gehandelt. Dazu bemerkt sie nur schnoddrig: "Ich bevorzuge die Spice Girls."

Erfrischend ehrlich macht sympathisch - die Freimütigkeit der jungen Schwedin passt ganz gut in die Imagebildung rein, die den Machern hinter dem Debütalbum offenbar vorschwebt. Eine Musikerin scheint sie durch und durch: Bereits im Alter von vier Jahren beginnt Amanda mit dem Singen. Nebenbei spielt sie ein bisschen Bass, Gitarre und Schlagzeug - so auch in ihrer Schulband, die unter anderem Songs der Hellacopters covert.

Mit 14 Jahren wird die Tochter eines Österreichers und einer Finnin dann durch einen "blanken Zufall" entdeckt: Als Geschenk für ihre Großmutter nimmt sie einige Coversongs auf, die völlig unerwartet in die Hände von Labrador-Chef Johan Angergard gelangen. Der ist auf Anhieb begeistert von ihrer Stimme, und die Geschichte von der Pop-Prinzessin nimmt ihren Lauf.

Gemeinsam mit dem Songwriter Philip Ekström entsteht der erste Langspieler, der zwischen gutgelaunt und melancholisch angesiedelte, perfekt produzierte Popsongs fürs Formatradio vereint. Auftritte und Pressetermine in ganz Europa folgen, Fragen zu Drogen und Sex auf Tour umgeht die wandelnde Unschuldsmine im Sinne der Außenwirkung geflissentlich. Die vielen Reisen, Gespräche und Eindrücke dürften jedenfalls genug Stoff liefern, damit Amanda bald ihre eigenen Songs schreiben kann.

Alben

Amanda Mair - Amanda Mair: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2012 Amanda Mair

Kritik von Anne Nußbaum

Sweet-16-Stimme trällert stereotype Girlie-Phrasen. (0 Kommentare)

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