Porträt

laut.de-Biographie

AlunaGeorge

Hello again, Geschmackspop! Nach Indie-R&B-Acts und Ex-Dubstep-Jetzt-R&B-Sängerinnen, respektive nach Frank Ocean und Jessie Ware, kommt der coole entspannte R&B, der nichts mehr beweisen muss.

Stimme Aluna Francis und Produzent George Reid landen in der Top-Newcomer-Liste der BBC 2013 vor allem deshalb, weil sie einen Paradigmenwechsel verkörpern: Ihr von 2Step und frickeliger Elektronik informierter R&B-Pop ist einerseits raffiniert genug für die Szenecafés und In-Bars ihrer Heimat London, gleichzeitig auch Sinnbild einer Indie-DIY-Szene, die den ehemals missbilligten R&B-Sound vollends inkorporiert hat.

AlunaGeorge suchen keine Distinktion mehr vom Contemporary Pop. Wenn Reid neben indiekrediblen Namen wie Flying Lotus völlig ohne Augenzwinkern Timbaland- und Neptunes-Produktionen als seine prägendsten Einflüsse nennt, wenn Francis' samtiger Bubblegum-Gesang auf der Debüt-EP "You Know You Like It" aus dem Jahr 2012 so schmachtend croont, hören wir kein postironisches Hipsterstatement, sondern eine Band, die sich gefunden hat.

Dabei hatte insbesondere die Sängerin in der Frühzeit des 2009 gegründeten Acts so ihre Probleme mit dem Genre: "Ich habe R&B lange Zeit vollkommen abgelehnt. Als ich anfing, für George zu arbeiten, wollte ich immer noch etwas anderes repräsentieren." Einige Sessions später ist den beiden, die sich kennenlernen, als George ein Stück von Alunas Band My Toys Like Me remixt, jedoch klar: R&B und Popmusik sind ihr natürliches Zuhause.

Nach einem Achtungserfolg mit der Debütsingle erobern AlunaGeorge im Februar 2013 mit "White Noise" die UK-Charts. Der Disclosure-Featuretrack verschafft dem Duo mit Mitte zwanzig Platz zwei der Hitparade. Die Langspielpremiere folgt im Juli via "Body Music" auf Island Records. Darauf versammeln Reid und Francis ein weiteres Dutzend Unbeschwertheiten für Frühlings- und Sommergefühle. Es geht ja schließlich auch einfach.

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AlunaGeorge - Body Music: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2013 Body Music

Kritik von Anne Nußbaum

Kommen einem die süffigen Songs nicht irgendwann trivial vor? (0 Kommentare)

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