Porträt

laut.de-Biographie

Alison Krauss

Wenn bei einer Grammy-Verleihung wieder mal ein Newcomer in Tränen aufgelöst auf der Bühne steht, kann Alison Krauss müde lächeln. Immerhin hat sie in den ersten 20 Jahren ihrer Karriere ebenso viele der begehrten Auszeichnungen mit nach Hause genommen. Und danach nicht aufgehört. Längst ist sie die am meisten dekorierte Dame der Musikgeschichte. Häme oder Genugtuung sind ihre Sache jedoch nicht. Wahrscheinlich freut sich Krauss für die anderen, wenn sie mal leer ausgeht.

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1971 kommt sie in Decantur, Illinois zur Welt. Ihr Vater stammt aus Deutschland und unterrichtet seine Muttersprache an einer Schule. Mit fünf hält sie zum ersten Mal eine Geige in der Hand, mit acht nimmt sie an ihrem ersten Wettbewerb teil, mit zehn gründet sie ihre erste Band, mit 13 hat sie mehrere Auszeichnungen hinter sich und gilt als großes Nachwuchstalent. Nicht im Klassik-Bereich, in dem sie als Kind begann, sondern im Bluegrass, jenem typischen US-Stil, der Folk mit Banjo und der fröhlichen Fiddle vereint.

Als sie 1987 mit 16 ihr erstes Soloalbum "Too Late To Cry" veröffentlicht, hat Krauss bereits reichlich Studioluft geschnuppert. Die Combo Union Station, der sie 1985 als Fiddlerin beitritt, funktioniert sie in kurzer Zeit zu ihrer Begleitband um. Seitdem ist sie als Alison Krauss & Union Station (kurz AKUS) unterwegs, wobei sie auch Alben unter eigenem Namen veröffentlicht. Neben der Geige steht sie am Mikrofon.

Mit ihrem dritten Album "I've Got That Feeling" taucht Krauss 1990 zum ersten Mal in den Country Charts auf und gewinnt ihren ersten Grammy – eine Auszeichnung, die fortan so gut wie jedes ihrer Alben erhält. Die Liste ist so lang, dass es dafür einen eigenen Wikipedia-Eintrag gibt. Mit der Best Of "Now That I've Found You" gelingt ihr 1995 auch der Durchbruch in den Pop-Charts.

Krauss sei Dank erfreut sich der Bluegrass nach Jahren in der Versenkung steigender Beliebtheit. Den Höhepunkt bildet der Soundtrack zum Film "O' Brother, Where Art Thou?", der 2002 den Grammy fürs Album des Jahres holt. Mit dabei natürlich auch Krauss, die mehrere Stücke einsingt, darunter "Down To The River To Pray" und "Didn't Leave Nobody But The Baby" mit Gillian Welch und Emmylou Harris.

Auch im neuen Jahrtausend veröffentlicht sie neue Alben (darunter "Live", 2002 sowie "A Thousand Miles Or More: A Collection", 2007) und beteiligt sich am Soundtrack zum Western "Cold Mountain". Mit dem Auszug "The Scarlet Tide" tritt sie mit Elvis Costello und T-Bone Burnett bei der Oscar-Verleihung 2004 auf.

Für die größte Überraschung sorgt jedoch ihre Zusammenarbeit mit Led Zeppelin-Sänger Robert Plant. Gemeinsam veröffentlicht das Duo 2007 das Album "Raising Sand". Es wird 2009 mit fünf Grammys ausgezeichnet.

2011 erscheint das Album "Paper Airplane" (mit Union Station). Die Produktionszeit von sieben Jahren ist laut Mischer Mike Shipley ihren andauernden Migräne-Attacken geschuldet. Dennoch geht sie 2014 mit Willie Nelson auf Tour. In bestem Nelson-Stil nimmt sie auch ihr folgendes Album "Windy City" auf: Studiomusiker, 10 altbekannte Bluegrass- und Countrystücke, 34 Minuten, kein einziger eigener Track.

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