Porträt

laut.de-Biographie

Adoro

Fünf gutaussehende Opernsänger präsentieren Popsongs in klassischer Verpackung. Dies scheint angesichts bekannter Kassenschlager wie Il Divo und den Jungen oder den Zehn Tenören nichts Neues zu sein. Adoro verfrachten ihr Crossover-Konzept jedoch auf bislang unerschlossenes Gebiet.

Sie kümmern sich um die beliebtesten Hits in deutscher Sprache. Aus Erfolgssongs wie "Flugzeuge Im Bauch" von Herbert Grönemeyer, oder "Liebe Ist Alles" von Rosenstolz basteln sie kleine Pop-Sinfonien mit großem Orchester und allerlei Theatralik. Alles steht im Zeichen des Bandnamens. Adoro ist der italienische Ausdruck für "Ich bete an".

Wie so oft beginnt die Karriere der Band mit einem Casting. Das Unternehmen Soda Music, zuständig für Musikproduktion und Management, wählt die Stimmen aus und kreiert das Konzept der Formation. Ende 2007 stehen die Mitglieder fest.

Peter Dasch (1979) füllt den Part des Bass-Baritons aus. Er ist der Bruder der bekannten Sopranistin Annette Dasch. Sein Studium des klassischen Gesangs absolviert er an der Universität der Künste in Berlin und der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Dasch wirkt in Opern wie "Don Giovanni" und "Alcina" mit.

Auch Jandy Christian Ganguly (1973) wandelt in Zukunft auf poppigen Pfaden. Der Bariton aus Berlin stand schon als Mitglied eines Knabenchors auf der Opernbühne. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und war bereits in "Don Carlos" und "Westside Story" zu sehen.

Der letzte Bariton im Bunde ist Nico Müller (1982). Der Sänger stammt aus Klingenthal und studiert zuvor an den Musikhochschulen in Dresden und Weimar. Der mehrfache Preisträger des Wettbewerbs 'Jugend Musiziert' trat bereits als Solist in Erscheinung. So übernimmt er unter anderem eine der Hauptstimmen in Bachs "Matthäuspassion".

Der Tenor Laszlo Maleczky (1970) entstammt einer erfolgreichen Opernsänger-Familie aus Wien. Seine zahlreichen Engagements bringen ihn an die Wiener Volksoper und die Bregenzer Festspiele.

Assaf Kacholi (1975) ist ebenfalls Tenor. Er stammt aus Tel Aviv. Engagements erhält der Sänger an der Komischen Oper Berlin, beim brandenburgischen Staatsorchester und dem israelischen Radio Symphony Orchestra.

Im November 2008 erscheint das selbstbetitelte Debüt "Adoro". Es steigt auf Platz 32 in die Media Control Charts ein und ermöglicht dem Quintett eine Vielzahl von Fernseh-Auftritten und Konzerten. Spätere Alben wie "Träume" (2012) erreichen sogar noch bessere Charts-Platzierungen.

Neben der Umsetzung deutschsprachiger Rock- und Popsongs nehmen sich Adoro auch internationaler Tracks an, z. B. David Bowies "Heroes". Mit der Vermengung von E- und U-Musik besetzt die Formation eine erfolgreiche Nische in einem kommerzträchtigen Segmentumfeld, zu dem auch Acts wie Paul Potts und Il Divo zählen.

Alben

Adoro - Ein Abend mit Adoro: Album-Cover
  • Leserwertung: 2 Punkt
  • Redaktionswertung: 1 Punkte

2012 Ein Abend mit Adoro

Kritik von Hannes Wesselkämper

Nepper, Schlepper, Schwiegermütterfänger - und 155 Minuten Dauerlächeln. (0 Kommentare)

Adoro - Glück: Album-Cover
  • Leserwertung: 2 Punkt
  • Redaktionswertung: 1 Punkte

2010 Glück

Kritik von Artur Schulz

Bowies "Heroes" als traurige Eunuchen. (0 Kommentare)

Adoro - Adoro: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2008 Adoro

Kritik von Tobias Litterst

Maffay, Rosenstolz und Grönemeyer in klassischer Verpackung. (0 Kommentare)

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