Porträt

laut.de-Biographie

Yaesyaoh

"Ich finde den Namen nicht so wichtig, ehrlich gesagt", kommentiert Yaesyaoh den Vokal-Overkill in seinem Künstlernamen gegenüber dem Splash! Mag. Auch auf manch anderes, das bei vielen seiner Kollegen Priorität genießt, legt der Kölner übersichtlich viel Wert.

Auf Perfektion zum Beispiel. Oder darauf, mit den bekannteren Namen in seinem Umfeld hausieren zu gehen. Dabei existieren die durchaus: LGoony etwa, den kennt Yaesyaoh bereits seit Schulzeiten. Über die Jahre entspinnt sich eine fruchtbare Zusammenarbeit, ob in den Reihen des Kollektivs Uzi Mob oder abseits davon.

Klar, dass LGoony - neben Juicy Gay und Prezident - zu den wenigen deutschsprachigen Ausnahmen gehört, deren Musik Yaesyaoh hört, obwohl er einst mit Tracks von Favorite und Prinz Porno zum Hip Hop fand. Weit stärker lässt er sich aber bald von US-Rap inspirieren, wobei er insgesamt die eher düstere Variante bevorzugt.

"Ich mag es einfach, wenn es etwas dreckiger und rauer klingt. Ein Track darf ruhig Ecken und Kanten haben, man muss nicht immer alles glattbügeln." Entsprechend ungeschliffen wirkt oft sein eigenes Material, das Yaesyaoh dafür in beeindruckender Frequenz in Form von Kollaborationen, Mixtapes oder EPs unter die Leute wirft. Zuvor hat er sich beim VBT längst einen Ruf als Battle-fester MC erworben.

In der Sparte, in die ihn viele einzusortieren versuchen, fühlt sich Yaesyaoh jedoch nicht besonders gut aufgehoben: "Das als Trap oder Cloud-Rap zu bezeichnen, schränkt mich nur ein und steckt mich in irgendeine Schublade", wehrt er sich dagegen, sich einen Stempel aufdrücken zu lassen. "Für mich ist das alles Rap, sonst nichts."

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