Porträt

laut.de-Biographie

X-Ray Spex

X-Ray Spex ist zusammen mit den Slits die wohl bekannteste Band mit Sängerin der ersten Welle des Punk. War es bei den einen die kindlich frisch-naive Ari Up, ist es hier die selbstbewusste, fast ikonische Poly Styrene.

Gemeinsam mit Gitarrist Jak Airport (bürgerlich Jack Stafford) Paul Dean am Bass, Paul 'B. P.' Hurding am Schlagzeug und der Saxophonistin Lora Logic (auch Susan Whitby genannt) gründet Marian Joan Elliott, wie Styrene mit bürgerlichem Namen heißt, die Band in London im Jahr 1976.

Die Tochter einer Sekretärin und eines somalischen Flüchtlings stellt das markante Organ, das die Band neben dem Sax berühmt machen soll. Zuvor nimmt sie bereits eine Reggae-Single auf, die kaum fürAufsehen sorgt. Vor der musikalischen Karriere betreibt sie zudem auf der King's Road in Chelsea eine Boutique. Style spielt später eine große Rolle im Auftreten der Band.

Nach einiges Singles erscheint 1978 das einzige Album des Original-Lineups, "Germ Free Adolescents". Die Single "Identity" reflektiert Styrenes Aufwachsen in einem multikulturellen Haushalt. "Oh Bondage, Up Yours" festigt dagegen das Image der Sängerin als eine Art Original-Riot-Girl.

Haben sie sich in England ein respektables Standing erspielt, kommt ihnen in New York eine besondere Ehre zuteil: Sie dürfen eine zweiwöchige Residency im CBGBs spielen - Und das, obwohl es bis 1992 dauern soll, bis "Germ Free Adolescents" in den USA erscheint.

1977 steigt Lora Logic aus, zwei Jahre später Styrene, die vom Touren die Nase voll hat. Ihr Abgang besiegelt das Ende der Combo. Die Frontfrau veröffentlicht derweil im gleichen Jahr die Soloscheibe "Translucence" und schließt sich Hare Krishna an.

Zu einer Art Reunion kommt es 1991, allerdings ohne Styrene. Vier Jahre später kommen Styrene, Logic und Dean noch einmal zusammen, um das zweite Album der Bandgeschichte, "Conscious Consumer", aufzunehmen. Danach wird es wieder ruhig um die Band, bis Styrene Anfang 2008 einen Gig im Londoner Roundhouse für September ankündigt.

Hier tritt allerdings nur noch Styrene vom Original-Lineup auf, Gästeauftritte nicht ausgeschlossen. Jak Airport ist hier nicht mehr dabei, er stirbt 2004 an Krebs.

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