Porträt

laut.de-Biographie

Wisecräcker

Hannover - Stadt der Expo, des Ex-Bundeskanzlers und der Experten in Sachen Schmalz-Hymnen zu Wiedervereinigungen, vorgetragen in fragwürdigen Mützen über schütterem Haar. Die Wisecräcker haben es sich dagegen auf die Fahnen geschrieben, ihre Heimatstadt als Ska-Punk-Brutkasten wesentlich unprätentiöser in den Fokus zu rücken.

"Brett & Bläser" nennen die sechs Musiker ihre Mischung aus dicken Gitarrenriffs und ausgelassenem Party-Blechgebläse. Dabei scheren sie sich nicht groß um Sprachbarrieren: Wisecräcker-Songs kommen je nach Belieben auf Spanisch, Englisch oder Deutsch daher. Die Band besteht aus Alexander Mendez (Gesang und Saxofon), "Keeex" Tongers (Gitarre und Gesang), Hannes Horneber (Schlagzeug), Andreas Segger (Trombone und Gesang), Leif Thomsen (Trompete) und Lars Iwersen (Bass) und gibt es seit 1996.

Weil zu diesem Zeitpunkt an einen Plattenvertrag für hiesige Ska-Bands kaum zu denken ist, ziehen die "sechs Golden Girls des deutschen Ska" durch die Clubs und Jugendzentren des Landes. 1998 nehmen sie ihre erste EP "... De Puta Madre" auf. Durch den Kontakt zu einem US-Label gelangt ihr Song "Cuba Libre" auf eine Ska-Compilation in den Staaten. Eine kurze Tour durch Mexiko und Kalifornien, unter anderem mit Open Air-Auftritten in Los Angeles und Tijuana, folgt. 2001 kommen die Wisecräcker endlich bei dem Label Elmo Records unter und veröffentlichen 2002 ihr erstes Album "I'd Rather Be Down With The...".

"Para Mi Gente" folgt ein Jahr später. Immer noch ist das Live-Spektakel ihre Paradedisziplin, dabei beackern die sechs Offbeat-Verrückten zwar hauptsächlich den deutschsprachigen Raum, Abstecher nach Frankreich oder Italien kommen aber auch vor. Für ihr drittes Album "El Presidente" wechseln die Cräcker ihre Plattenfirma. Neues Zuhause wird das Hannoveraner Label Übersee Records, bei dem auch Sänger Alex Mendez mitmischt. Weil Übersee sich eigentlich auf Ska-Punk aus Mittel- und Südamerika spezialisiert hat, kommt Wisecräcker die Rolle des ersten deutschen Signings zu.

"El Presidente" ist das bislang konsequenteste Album der Band. Die zwölf Tracks fanden per Liveaufnahme im Studio ihren Weg auf den Tonträger. Auch eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen nimmt erneut verdienten Platz ein: Das Covern. Diesmal sind Metallica mit einer verpunkskaten Version ihres "Master Of Puppets" dran.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare