Porträt

laut.de-Biographie

Vince

Nicht leicht hat es in Sachen öffentlicher Wahrnehmung die Sorte des sogenannten stillen Stars. Fällt dessen Name, kommt oft ein fragendes "Wer?" und danach die Verwunderung, dem betreffenden Künstler und seinem Output längst einmal begegnet zu sein. Wie im Falle des Hamburger Produzenten, Songwriters und Pianisten Vince. Er kommt am 1. August 1971 als Matthias Bahrdt in der Hansestadt zur Welt.

Seine musikalische Neigung entdeckt er bereits im Alter von sieben Jahren, und nimmt seitdem Klavierunterricht. Fertigkeiten im Schlagzeug-Spiel eignet sich Vince erstmals mit 16 an. Doch der Weg ins künstlerische Rampenlicht findet zunächst noch nicht statt. 1991 absolviert er erfolgreich das Abitur, und ist danach als Zivildienstleistender tätig. In die Zeit von 1993 bis 1999 fällt ein nicht beendetes Studium angewandter Kulturwissenschaften, mit Hauptaugenmerk auf Musikwissenschaft.

Vince entscheidet sich entgültig für den Beruf des Musikers, und findet bereits 1992 mit Volkan Baydar als Partner einen verwandten Geist. Gemeinsam spielen sie in unterschiedlichsten Bands, was im Lauf der Jahre ihre künstlerische Bandbreite stetig wachsen lässt. 1996 erscheinen mit der Band Butter ein Album und eine Single-Auskopplungen, doch der erhoffte Erfolg stellt sich damit nicht ein.

2000 schlägt die Stunde der Formation Orange Blue. Vince und Volkan veröffentlichen unter diesem Namen die Single "She's Got The Light", und landen damit auf Anhieb einen Top-Chartserfolg. Das im selben Jahr folgende Album "In Love With A Dream" erreicht in den Verkaufszahlen Platin-Status. Bis 2007 erscheinen vier weitere Longplayer.

Doch die beiden Musiker sind nicht ausschließlich auf ihr Projekt Orange Blue fixiert. Immer wieder arbeiten sie mit anderen Künstlern und Bands zusammen Mit "Mordballaden" bringt Vince auf seinem eigenen Label "Murdersound Productions" 2007 ein Solo-Album auf den Markt. Für die US-Kinostreifen "Dinosaurier" und "The Sun On Your Face" entstehen Soundtrack-Nummern.

2008 komponiert Vince für Udo Lindenbergs Erfolgs-Album "Stark Wie Zwei" die Songs "Wenn Du Durchhängst", "Woddy Woddy Wodka" und "Der Astronaut Muss Weiter". Für Hamburgs Lokalmatador Lotto King Karl entsteht der Track "Schwerelos". Durch seine vielfältigen Kontakte gelingt es ihm, für seine CD "Tief" (2011) eine Riege erlesener Gaststars zu vereinen: neben Lindenberg finden sich Ben Becker, Cosma Shiva Hagen und Dichter Siegfried Lenz auf den Tracks.

Musikalisch legt Vince Wert auf elegante Melodiebögen und gefühlvolle Balladen, doch auch Ausflüge in verschiedenste Bereiche im weiten Feld zwischen Pop und Rock finden statt. Festnageln lässt sich der Hamburger nicht, und bedient auch außerhalb seiner künstlerischen Arbeit nicht das Klischees des üblichen Pop-Stars.

Aktiv unterstützt er den Patenkind-Verein "Plan International Deutschland e.V." Gelebte Authentizität ist dem Künstler ein besonderes Anliegen: "Ich hasse nichts so sehr wie Belanglosigkeit, auch hinter dem Tarnmantel aufgesetzter Tiefsinnigkeit. Es muss wahrhaftig etwas ausdrücken, das ist mein Lebensglück mit der Musik."

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