Porträt

laut.de-Biographie

Tracy Chapman

Tracy Chapman wird am 20. März 1964 in Cleveland/ Ohio geboren. Schon als Kind lernt sie Gitarre spielen und schreibt auch bald ihre ersten eigenen Songs.

Als Arbeiterkind liegt es nicht allzu fern, dass Tracy in die Fußstapfen der großen Singer/Songwriter tritt. Hörbar beeinflusst vom Folk-Übervater Bob Dylan singt sie ihre sozialkritischen Songs in die große weite Welt hinaus. Thematisch behandeln ihre Lieder oft die Trostlosigkeit des Alltags und die Kehrseite des "American Dream".

Nach dem College erhält sie ein Stipendium und studiert Anthropologie und Afrikanistik. Zu dieser Zeit nimmt sie ihre ersten Demos auf, die ein Kommilitone ziemlich klasse findet. Dieser Studienkollege hat Beziehungen zur Plattenindustrie und so landet sie 1987 bei Elektra Records. Den kommerziellen Durchbruch schafft sie auf Anhieb mit ihrem selbstbetitelten Debüt.

Auslöser dafür ist 1988 ihre Teilnahme am Open Air Festival im Wembley Stadion in London anlässlich Nelson Mandelas (damals noch inhaftiert) siebzigstem Geburtstag. Nur mit der Gitarre bewaffnet steht sie auf der riesigen Bühne und wirkt dort genauso zerbrechlich wie deplaziert. In der Amtszeit Ronald Reagans stoßen ihre Texte bei den jungen Leuten auf offene Ohren. Sie singt von Armut, Unrecht, Rassenhass und Existenzangst, und schwingt sich damit zur Ikone eines neuen politischen Bewusstseins empor.

Das Publikum ist von ihren Songs (Talkin' Bout A Revolution, Baby Can I Hold You) ergriffen, was sich bald in millionenfachem Verkauf ihrer ersten Scheibe bemerkbar macht. Folk ist zwar überhaupt nichts Neues, aber Chapman trägt ihn sehr emotional und authentisch vor. Ihre Stimme ist in jeder Lage wiedererkennbar und die perfekte Untermalung der Texte. Der Zweitling "Crossroads" ist nicht mehr ganz so erfolgreich, zeigt aber dennoch Tracys immenses songschreiberisches Potential.

"Matters Of The Heart", "New Beginnings", "Telling Stories", "Let It Rain", "Where You Live" und "Our Bright Future" sind ebenfalls keine Megaseller mehr. Vielmehr ist die Anfangshysterie, die Chapmans erste Platte begleitete, auf ein Normalmaß geschrumpft. Vielleicht tut das der künstlerischen Entwicklung gut, auf jeden Fall muss sie keinem mehr etwas beweisen. Vier Grammys und nahezu 40 Millionen verkaufte Tonträger (Stand 2008) sprechen letztendlich eine deutliche Sprache.

Alben

Tracy Chapman - Let It Rain: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2002 Let It Rain

Kritik von Stefan Johannesberg

Back To The Roots lautet das Motto der First Lady Of Folk. (0 Kommentare)

Tracy Chapman - The Collection: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2001 The Collection

Kritik von Giuliano Benassi

Sorgfältig zusammengestellte Best Of der afro-amerikanischen Songwriterin. (0 Kommentare)

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