Porträt

laut.de-Biographie

Till Stellmacher

Till Stellmacher, der Mann der mit sich selbst spielt. Sein Lieblingshilfsmittel ist dabei wohl das Vierspurgerät, das auf seinem unbetitelten Debüt 2004 in elf verschiedenen Liedern zu hören ist. Eine Veröffentlichung des Kölner Lo-Fi Elektronik-Labels hundertzwei*. Bedroom-Punkrock mit jeder Menge elektronischer Pop-Raffinesse und Liebe zum Detail. Neben dem Produzieren kümmert er sich auch selbständig um seine Instrumente. Zur Gitarre, Schlagzeug und Effekten benutzt er gerne mal ungewöhnliche Gerätschaften, wie sein Moped.

Seine trashige, kuriose Pop Art genießt man bereits vor dem Longplayer auf diversen Samplern. Immer wieder erwähnenswert sein "Rucksack", den er unterhaltsam auf der ersten Pittiplatsch 3000-Compilation "Pop You Like A Hurricane" vorstellt. Die erste EP "Hallo, hier ja" erscheint 2000 bei FeinRaus und Hausmusik. Dabei handelt es sich um eine politische Platte. Aufgrund der Benzinpreisproteste steht sie zwei Wochen lang im Stau. Till Stellmacher thematisiert das, was ihn bewegt. Da geht es zur Abwechslung mal nicht um den Umzug nach Berlin, sondern eher um die alltägliche Politik einer Freundschaft.

Der in Köln lebende Songschreiber, der auch gerne mal als Liedermacher tituliert wird und deshalb mit dem "Über den Wolken" schwebenden Reinhard Mey verglichen wird. Nun ja. Wenn Till nicht alleine auf Musikwanderschaft ist, dann pöbelt er so richtig laut und frech in seiner grandiosen Punkband "Klaus Apfel". Eine der Platten die auf Matatu Records erscheint: "Das sagst du so in deinem jugendlichen Leichtsinn." Empfehlenswert: "Die Kiste auf dem Dach". Weitere musikalische Projekte sind "Metropol" und "Duo Legato".

Till Stellmacher, ein vielfältiger Künstler, der in vielen Genres zu Hause ist. In der Regel eher zurückhaltend und ruhig, um dann auch gerne mal den lauten Punkrocker rauszulassen. Meist wenig im Gepäck, sehr umgänglich und live ein kurioser, sehr unterhaltsamer Lauschangriff.

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