Porträt

laut.de-Biographie

Three 6 Mafia

Erfolg kommt nicht aus dem Nichts, davon zeigt man sich bei der Three 6 Mafia überzeugt. Es bedarf einer Strategie, die man konsequent verfolgt. Geht der Plan auf, hat mans geschafft.

Doubletime: Rapper am heimischen Herd Aktuelle News
Doubletime Rapper am heimischen Herd
Bushido gegen Kay One. Yepp. Edgar Wasser gegen MoneyBoy. Yepp. Die Antilopen Gang gegen Prinz Pi. Yepp. Wer gerade nicht stänkert, kocht. Yepp.

Das bescheidene Ziel, zu den Königen ihrer Heimatstadt Memphis aufzusteigen, haben die Three-6-Mafiosi längst hinter sich gelassen. Spätestens der 5. März des Jahres 2006 erhebt sie zu Weltstars.

Als zweiter Hip Hop-Act nach Eminem und erste schwarze Rap-Crew kassieren sie einen Oscar für den besten Film-Song: "It's Hard Out Here For A Pimp" aus dem Streifen "Hustle & Flow" sorgt für diese Ehre.

Zu diesem Zeitpunkt haben die Mitglieder der Three 6 Mafia bereits fünfzehn Jahre Erfahrung im Rücken. 1991 gründen DJ Paul (Paul Beauregard), Juicy J (Jordan Houston) und Lord Infamous (Ricky Donigan) die Backyard Posse.

Der Name der Crew morpht über Triple 6 Mafia zu Three 6 Mafia. Koopsta Knicca, Gangsta Boo und Crunchy Black erweitern das Line-Up - das in den folgenden Jahren stetigen Wechseln unterliegt. Die Konstanten bilden die Rapper und Produzenten Juicy J und DJ Paul.

Ersten Underground-Hits und diversen EPs folgt die Gründung des eigenen Labels Hypnotize Mind Records. Hier erscheinen Alleingänge einzelner Mitglieder und enger Wegbegleiter sowie mehrere Sampler. Um die Jahrtausendwende wittert Major Sony Potenzial und nimmt die Three 6 Mafia unter Vertrag.

Über die Jahre wachsen die Differenzen. Koopsta Knicca steigt des Geldes wegen aus, Gangsta Boo infolge weltanschaulicher Unstimmigkeiten. 2006 nimmt auch Crunchy Black seinen Hut. Ihm gehen die Arbeiten an seinem Soloalbum nicht zügig genug voran.

Inzwischen blickt längst die ganze Welt auf die Herren aus Memphis. Die neue Herausforderung besteht darin, dem plötzlichen Ruhm gerecht zu werden, ohne die alten Fans zu verprellen. Derbe Raps über Drogen, Gewalt, Porno und okkulte Horrorszenarien sind schließlich so wenig Sache des Mainstreams wie Sample-durchsetzte Dirty South-Klänge.

Irgendwie gelingt der Spagat zwischen Street Credibility und MTV-Doku-Soap ("Adventures in Hollyhood") aber tatsächlich. Gold- und Platinauszeichnungen künden davon genau so wie Kollaborationen mit Kollegen von Tech N9ne über UGK und Ludacris bis hin zu Justin Timberlake.

"Um etwas zu bekommen, musst du etwas geben", glaubt Juicy J. "Wir bieten Gangster-Musik - aber es ist immer eine Prise Humor dabei. Bei uns gibt es ohnehin mehr zu lachen, als es Gangsterzeug gibt. Leute in der Hood sind lustig wie Sau."

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