Porträt

laut.de-Biographie

Thomas Fehlmann

Die musikalische Karriere von Thomas Fehlmann beginnt Ende der 70er Jahre als Punkrock gerade abklingt, und New Wave zum neuen Ding wird. Gemeinsam mit Holger Hiller gründet er 1980 in Hamburg die Band Palais Schaumburg. Der Zürcher Fehlmann ist bereits seit 1976 in Hamburg, wo er Kunst studiert. Daneben gilt sein Interesse aber vor allen Dingen dem Sound. Mit Palais Schaumburg, hier trommelt anfangs auch kurzzeitig F.M. Einheit, veröffentlicht Fehlmann insgesamt drei Alben, bevor sich die Band 1984 auflöst.

In der Folge zieht Thomas Fehlmann in die Mauerstadt Berlin, von deren einzigartigem Charme in den 80er Jahren zahlreiche internationale Künstler angezogen werden. Depeche Mode sind hier genauso regelmäßig zu Gast wie David Bowie und Iggy Pop. Fehlmann veröffentlicht seit 1985 u.a. als Ready Made und ist auch als Produzent und Remixer gefragt. 1988 gründet er mit Teutonic Beats zudem sein eigenes Label.

In der aufkeimenden Clubkultur ist Fehlmann bald eine feste Größe. Nicht zuletzt deshalb, weil er nach einem Treffen mit Alex Paterson ab 1990 zum Line-Up der britischen Rave-Pioniere The Orb gehört. Erste Auftritte als DJ fallen ebenfalls in diese Zeit. Daneben engagiert sich Fehlmann auch im Umfeld des Tresor Clubs, damals die erste Adresse in Sachen Detroit Techno. Trotz des zunehmenden Erfolgs von The Orb veröffentlicht Fehlmann auch eigene Produktionen, etwa beim belgischen Label R & S. die "Flow EP".

1995 steigt er in Gudrun Guts Projekt Oceanclub ein, das sich der Popularisierung ungewöhnlicher elektronischer Musik verschrieben hat. Zunächst als Veranstaltungreihe im Tresor Club geht der Oceanclub ab 1996 auch regelmäßig im Radio auf Sendung. Später folgen Tourneen durch das europäische Ausland. 1998 und 1999 veröffentlicht Fehlmann seine beiden Longplayer "Good Fridge" und "Overflow 99" bei R & S, bevor er die Kontakte zum Kölner Label Kompakt intensiviert.

Dort erscheinen 2002 das Album "Visions Of Blah" und 2007 der Longplayer "Honigpumpe" sowie verschiedene Maxis. Auftritte als Solokünstler und als Mitglied von The Orb führen Fehlmann nach China, USA, Japan und in zahlreiche europäische Städte. Seine große musikalische Bandbreite unterstreicht er 2004 mit der Veröffentlichung des Downbeat-Albums "Lowflow". Die Produktionen auf Kompakt sind dagegen stärker auf die Bedürfnisse des Dancefloors zugeschnitten.

Alben

Thomas Fehlmann - Gute Luft: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2010 Gute Luft

Kritik von Daniel Straub

Organischer Soundtrack zur Doku "24h Berlin". (0 Kommentare)

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