Porträt

laut.de-Biographie

The Killa Beez

Die Wu-Tang-Mitglieder sind Killerbienen, und ihre Raps stechen in deine Gehirnwindungen wie die Stacheln besagter Insekten. Man erinnere sich nur an das geniale "Triumph"-Video. "Das Killa Beez-Konzept ist das originale Wu-Tang-Koncept", erklärt uns Member Solomon Child, un der Rza ergänzt, "The Killa Beez beinhaltet die gesamte Wu-Tang-Familie." Unbestimmten Meldungen zu Folge soll diese Crew aus Staten Island so zwischen 500 bis 3000 Leute stark sein, von dem harten fanatischen Anhängerkern ganz zu schweigen. Doch hier und jetzt geht es nicht um die Gangstas, Thugs und Geschäftsleute der Hip Hop-Familie, sondern nur um die rappende Verwandtschaft, sprich Emcees, Deejays und Produzenten.

Und da hat sich seit 1994 bzw. seit dem "The Swarm"-Debut der Killa Beez im Jahre '98 einiges geändert. Neue Namen wie der niederländische Emcee Cilvaringz, Christbearer, Shacronz, Freemurder oder der schon angesprochene Solomon Child sind im Spiel, und Altbekannte wie Sunz Of Man, AIG oder das Wu-Syndicate haben dem Rza den Rücken gekehrt. Denn der Meisterproduzent hält alle Fäden in seiner Hand, und da kann es schon mal passieren, dass einige Artists übersehen werden. Schauen wir mal, was der Rza selbst über sein Projekt so zusagen hat.

"Auf dem Killa Beez-Album habe ich die totale Kontrolle. Entweder ist es mein Track oder ich wähle einen Beat meiner Wu-Producers. Dann entscheide ich, welcher Emcee auf welchem Song rappen soll. Im Endeffekt ist es eine richtige Freestylesession. Keine Radiomucke, sondern straight Hip Hop-Vibe." Doch so eindeutig wie es der Ex-Prince Rakeem hier erläutert, ist es wahrlich nicht. Das erste Album "The Swarm" verkauft sich zwar weltweit eine Million mal, aber für viele Hip Hop-Headz klingt der Wu-Sounds nicht mehr fresh genug. Nur einige wenige Songs wie "Never Again" von Remedy und Shyhiems "Co-Defendant" erhalten durchweg gute Noten. Trotz kräftiger Unterstützung renommierter Clanmembers wie Method Man, Inspektah Deck, Ghostface Killah, Raekwon oder ODB. Der Rza äußert sich in der Juice 6-98 folgendermaßen: "Du kennst den Wu-Tang Killa Beez – The Swarm Sampler? Ich habe das einfach rausgeschmissen und das hatte zur Folge, dass einige der Leute bei anderen Labels gefeuert wurden. Denn da sagte man sich: Was zur Hölle geht da ab? Davon wussten wir nichts. Typen bei Sony wurden deswegen gefeuert, ein Viertel des Mitarbeiterstabs."

Nun steht mit "The Sting" das zweite Werk der Wu-Tang Killa Beez in den Läden. Diese Scheibe wird vom Independentlabel Koch Records vertrieben und nicht über den Major Sony. Mit von der Kung Fu-Partie sind diesmal U-God, Inspektah Deck, Method Man und ODB vom Clan, Suga Bang Bang, North Star, die Wu-Westcoast Ableger Black Knights, Warcloud, Shyheim, Solomon Child, Timboking, Suberb, Two On Da Road, Killarmy sowie die oben erwähnten Newcomer. Die Beats stammen zum größten Teil vom Rza selbst. "Auf einem Killa Beez-Album sind alle möglichen Wu-Tang-Styles vorhanden. Ich habe versucht, jedem Mitglied seinen Platz zum eigenen Repräsentieren zu geben."

Wie man so viele Egos unter einen Hut bringt, erklären der Rza und Solomon Child im verbalen Duett. "Wir sind Blutsbrüder. Uns verbindet die gleiche mentale Einstellung, denn Wu-Tang ist nicht nur Rapmusik, sondern eine Art Way Of Life, so der Rza und Solomon vollendet: "Wir versuchen, eng miteinander verbunden zu bleiben. Wir können die härtesten Kämpfe untereinander ausfechten, aber wir bleiben Brüder. Am nächsten Morgen ist alles wieder vergessen. Unser Band muss so stark sein, um in der Industrie zu überleben. Alle im Rapgame kopieren uns in dieser Hinsicht, siehe The Roc, Ruff Ryders usw."

Alben

The Killa Beez - The Sting: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2002 The Sting

Kritik von Stefan Johannesberg

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