Porträt

laut.de-Biographie

The Cave Singers

Es kommt selten vor, dass Punk-Musiker sich irgendwann dem Folk-Genre zuwenden und es ihnen dabei gelingt, die aufbegehrende Haltung des Punk in weniger lärmende Strukturen des traditionellen Folksongs zu transformieren. Das aus Seattle stammenden Trio The Cave Singers geht 2008 mit seinem akustisch eingespieltem Debütalbum "Invitation Songs" diesen Schritt und offenbart, dass ein solcher Stilwechsel durchaus fruchtbar sein kann.

Banderfahrung sammeln die drei Jungs in einstigen Punk- bzw. in Post Punk-Bands, ehe sie sich zusammen tun, um neues musikalisches Terrain zu ergründen. Der Gitarrist Derek Fudesco ist für Pretty Girls Make Graves und Murder City Devils aktiv, die sich beide Anfang 2007 auflösen, der Schlagzeuger Marty Lund spielt für Cobra High und der Sänger Pete Quirk ist Mitglied der Formation Hint Hint.

"Das mit den Cave Singers begann fast zwei Jahre nach der Auflösung von Hint Hint", erläutert Pete Quirk. "Das war eine lange Zeit. Die Dinge und die Perspektiven in meinem Leben änderten sich, und ich wollte das auf eine mir musikalisch entsprechende Weise festhalten. Keiner hat das beabsichtigt, es hat sich einfach so entwickelt. Ich habe die Zeit mit Hint Hint wirklich genossen, aber ich wollte reduziertere und akustische Musik machen. Ich wusste nicht genau, was ich wollte. Ich bewegte mich einfach in eine ruhigere Richtung."

Dieser organische Prozess kulminiert in gemeinsamen Schlafzimmer-Aufnahmen mit den Kollegen Fudesco und Lund, deren erdigen Folk die Jungs schließlich beibehalten. Dabei verstehen sie sich nicht ausschließlich als Folkband, sondern betrachten ihren Sound vielmehr als eine Kombination aus allem, was sie jemals gespielt und gehört haben. Die Zeitung "The Seattle News" bringt es dementsprechend auf den Punkt, wenn sie deren Musik als faszinierend ursprüngliche Mischung aus traditionellen Folk mit einer Neigung zum Punkrock und einer Neuauflage von der umfangreichen Kompilation "The Anthology Of American Folk Music" beschreibt.

Zu ihren Lieblingskünstlern zählen The Cave Singers neben Bob Dylan auch die Pixies, The Replacements oder Fleetwood Mac. Als weiter Referenzen werden von Musikkritikern Leadbelly, Woody Guthrie und Mississippi John Hurt angeführt, auch wenn die Band beteuert, nie derartigen Folk und Blues gehört zu haben.

Als Produzent steht den Jungs Colin Stewart ( Pretty Girls Make Graves, Black Mountain) zur Seite, in dessen British Columbia Studios in Vancouver sie ihr Debütalbum "Invitation Songs" (2008) und dessen Nachfolger "Welcome Joy" fertigstellen und schließlich auf Matador Records veröffentlichen.

Alben

The Cave Singers - Welcome Joy: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Welcome Joy

Kritik von Martin Leute

So unaufdringlich und lässig kann Indiefolk klingen. (0 Kommentare)

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