Porträt

laut.de-Biographie

Pretty Girls Make Graves

"Do you remember what the music meant?", fragen Pretty Girls Make Graves auf ihrem Debüt. Für diesen Fünfer bedeutet sie jedenfalls eine ganze Menge, machen alle doch seit Jahren praktisch nichts anderes, als sich in unzähligen Bands ihrer Heimatstadt Seattle herumzutreiben. Sängerin und Texterin Andrea Zollo spielt bei den Death Wish Kids, Drummer Nick Dewitt und Gitarrist Nathan Thelen kommen von den Bee Hive Vaults, Gitarrist Jason Clark von Kill Sadie und zu guter Letzt stammt Basser Derek Fudesco von größtem Pferd im Stall: den Murder City Devils.

Pretty Girls Make Graves - Élan Vital
Pretty Girls Make Graves Élan Vital
Hätte ein astreines Hit-Album werden können ...
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Nachdem diese ihr teuflisches Treiben im Jahr 2000 stecken, beginnen die Pretty Girls Make Graves gemeinsam zu jammen. Ob die Wahl des Bandname in Referenz zu Kerouacs Zeilen in "The Dharma Burns" oder zu einem gleichnamigen Song der Smiths (der sich wohl auf Kerouac beziehen dürfte) steht, wird seit den ersten Tage der Band heiß diskutiert, ist aber nie endgültig geklärt worden.

Die ersten Probe-Versuche sind alles andere als leicht, da durch die vielen verschiedenen Einflüsse der Mitglieder eine konstante Linie kaum greifbar war. Letztendlich kann man sich dann aber doch mehr oder minder auf eine Linie einigen, und mit einer intelligenten Mixtur aus Post-Punk und weiblichem Sanges-Charme die ersten Fans überzeugen.

Ihre erste selbstbetitelte EP erscheint auf dem amerikanischen Winzling Dim Mark und kann sich durch seine geballte Energie und natürlich durch die Namen der Ex-Bands einen guten Ruf erkämpfen. Bereits knapp ein Jahr nachdem die Band zusammen gefunden hat, veröffentlichen Pretty Girls Make Graves ihr Debüt "Good Health" auf Lookout Records, das zuerst als EP geplant ist, sich dann aber auf Grund der Ideenfülle zum Longplayer entwickelt. Mit dem Resultat gibt man sich im Nachhinein allerdings wenig zufrieden: "Es lief alles etwas zu schnell und zu überstürzt", bedauert Derek das Album später in einem Interview.

Den Fehler unterläuft beim grandiosen Zweitwerk "The New Romance" nicht mehr. Zurückgezogen auf einer ehemaligen Pferderanch in der näheren Umgebung von Seattle richten sich die Fünf heimisch ein und arbeiten hart an einem mächtig ausgefeilten Rock-Werk zwischen Fugazi, At The Drive-In und Sleater Kinney. Es erscheint 2003 auf Matador Records.

Nach dem Release von "The New Romance" verlässt Gitarrist Nathan Telen im März 2004 aus familiären Gründen die Band. Er wird nicht durch eine neue Gitarre, sondern durch Leona Marrs (Ex-Hint Hint) an den Keyboards ersetzt. Zusammen mit Produzent Colin Stewart nimmt die Band dann ihr drittes Album "Élan Vital" auf.

Alben

Pretty Girls Make Graves - Élan Vital: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2006 Élan Vital

Kritik von Philipp Schiedel

Hätte ein astreines Hit-Album werden können ... (0 Kommentare)

Pretty Girls Make Graves - The New Romance: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2003 The New Romance

Kritik von Philipp Schiedel

Ein Werk voller Wendungen, voller Ausgefeiltheit und voller Stil. (0 Kommentare)

  • PrettyGirlsMakeGraves

    Offizielle Seite. Könnte etwas mehr Herzblut vertragen.

    http://www.prettygirlsmakegraves.com
  • Matador Records

    Spärliche Infos beim amerikanischen Label.

    http://www.matadorrecords.com/pretty_girls_make_graves/

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