Porträt

laut.de-Biographie

The Cancer Conspiracy

Mondlandung, Area 51 und Illuminatenorden: Verschwörungstheorien haben nicht erst seit Anbeginn des Internetzeitalters Hochkonjunktur. In einer zunehmend komplexen Welt, in der Machtstrukturen für den einzelnen immer undurchschaubarer werden, kann gesundes Misstrauen gegen Autoritäten und offizielle Wahrheiten schnell paranoide Züge annehmen.

Auch Gitarrist Daryl Rabidoux, Drummer/Keyboarder/Saxophonist Greg Beadle und Bassist Brent Frattini durchstöbern zur Zeit der Bandgründung 2001 offenbar eifrig die Listen der größten Intrigen. Dabei stoßen sie auf die Theorie, in der Welt der Medizin gäbe es eine gigantische Verschwörung, die Marktfreigabe eines Anti-Krebs-Medikaments bewusst zurückzuhalten, da sich an Kranken mehr Geld verdienen ließe als an einem Heilmittel.

Der Post-Prog-Dreier aus Burlington, Vermont gibt sich inspiriert und formiert von nun an unter dem Namen The Cancer Conspiracy. Getreu der bandgegebenen Verschwörungsgläubigkeit behandelt das Debütalbum die Idee einer Musikindustrie, die den Massen unbekanntere und "wertigere" Musik gezielt vorenthält.

Als lokale Hardcore-Veteranen entfliehen die Instrumentalisten dem Dogmatismus ihrer Szene, indem sie auf den Progressive Rock der 70er-Jahre von Größen wie Yes oder King Crimson zurückgreifen und ihn mit Stilmitteln des Hardcore fusionieren.

Auf der 2003er-Tour zu "The Audio Medium" ereilt Frattini, Beadle und Rabidoux in New York dann der Schicksalsschlag: Ihr Van wird gestohlen - inklusive des gesamten Equipments. Die Band steht vor dem finanziellen Aus. Frattini zieht als erster Konsequenzen und wechselt zu den Mathcorelern Daughters.

John Northrup übernimmt den Bass und verbringt mit den zwei Verbliebenen die folgenden Jahre im Clinch mit dem Label Big Wheel Recreation, bis schließlich und endlich im Herbst 2007 posthum der Zweitling "Omega" erscheint.

Alben

The Cancer Conspiracy - Omega: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2007 Omega

Kritik von Matthias Manthe

Zu seiner Entstehungszeit war das hier State of the Art. (0 Kommentare)

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