Porträt

laut.de-Biographie

Soulshine

Was macht ein Mensch, der unbedingt an der Hip Hop-Kultur partizipieren will, aber zu unsportlich für Breakdance und zu farbenblind für Graffiti ist? Richtig, er setzt sich tage- und nächtelang an seinen Rechner und versucht autodidaktisch zu Potte zu kommen bzw. seinen ganz persönlichen Beitrag zur Suche nach dem perfekten Beat zu leisten. Nebenbei schreibt er seine eigenen Texte, die dann noch selbst eingerappt werden. Ganz die alte Schule also.

Sandro Corrieri alias Soulshine ist so einer. 1980 geboren und im beschaulichen Koblenz am Rhein aufgewachsen wird er schon früh von Namen wie Wu-Tang Clan, A Tribe Called Quest, Jay Dee, Madlib, Pharoahe Monch, aber auch RAG, Fünf Sterne Deluxe und, abseits der reinen Lehre des Raps, Roni Size und den Ragga Twins beeinflusst. Doch erst der hautnahe Kontakt zur Produktion von Musik in seinem engeren Umfeld gibt den Ausschlag dafür, dass er 1999 beschließt, selbst zu den Reglern bzw. der Maus zu greifen und seinen ganz eigenen Stil zu entwickeln.

Acht Jahre später bringt der Gastarbeitersohn und Halbitaliener sein selbstbetiteltes Debüt auf den Markt. Mit Unterstützung von New-art-edition.com wird dieses in Eigenregie vertrieben. Herausgekommen ist ein verqueres Stück Musik, das selbst bis zum Artwork in Eigenregie entsteht und zwischen 80 BPM und 180 BPM, zwischen gesellschaftskritischem Rap und Instrumentalstücken, zwischen Soul- und Jazzsamples hin- und herswitcht.

"Ich liebe es, die Energie alter Samples zu konservieren und ihnen, meinen Stempel aufgedrückt, neues Leben einzuhauchen und in meinem Sinne zu interpretieren." Was daraus geworden ist, ist nur schwer kategorisierbar. Und so hält als einzig verbindendes Moment doch wieder das Genre als Ganzes her: Hip Hop.

Alben

Soulshine - Soulshine: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2007 Soulshine

Kritik von David Hilzendegen

Ab dem ersten Takt verdammt viel Liebe und Soul. (0 Kommentare)

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