Porträt

laut.de-Biographie

Skullboogey

Was tut man, wenn man als Sänger und Gitarrist Ideen für ein paar Songs in der Schnittmenge von Kyuss, Black Label Society, Corrosion Of Conformity und Monster Magnet in der Pipeline hat, aber die entsprechenden Mitmusiker fehlen? Klar, man schnappt sich beispielsweise einen Drumcomputer und startet ein Soloprojekt.

Skullboogey - III
Skullboogey III
Die Hessen wissen, wie man gute Songs schreibt.
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Genauso macht es der aus dem Bereich Wiesbaden/Frankfurt stammende Stefan Wendling 1998, als er Skullboogey ins Leben ruft. Allerdings merkt er schnell, dass die Songs einfach zu gut sind, um nur in der Schublade oder dem CD-Regal zu versauern und so schaut er sich doch nach ein paar Mitmusikern um.

Mit Gitarrist Jens Urban und Basser Christian Zickmann findet er zwei treue und versierte Mitstreiter. Nur der Drummer bleibt zunächst ein Wackelkandidat. So gibt Michael Joa - mit dem Skullboogey ihr Livedebüt spielen und beim Emergenza Europe Newcomer-Festivals antreten - die Sticks 2002 schnell wieder an Thomas 'Obi' Eifert ab.

Mit ihm geht das Quartett beim Emergenza-Festival in die nächste Runde und spielt in dessen Verlauf auch eine starken Gig in der ausverkauften Frankfurter Batschkapp. Zudem sind sie auf dem May-Day-Festival und als Headliner beim Bad Homburger Rock unter der Laterne-Festival dabei. Da viele ihrer Songs auch einfach auf der Akustischen funktionieren, drängen sich Unplugged-Auftritte förmlich auf.

Doch auch Obi kehrt den Hessen den Rücken, spielt aber noch das Debütalbum "Life Is A Pity" ein. Anschließend überlässt er den Platz hinter den Drums 2004 Felix Brode. Mit ihm tritt die Band im selben Jahr auf dem Hessentag in Heppenheim auf und lässt keine Gelegenheit aus, live zu spielen.

Die Scheibe wird in sämtlichen Magazinen abgefeiert und eigentlich sollte man erwarten, dass Skullboogey jetzt richtig durchstarten. Das scheint jedoch nicht ganz in Felix' Sinn gewesen zu sein, denn - siehe da - Michael Joa kehrt zurück.

Jetzt geben sie richtig Gas. Nach gewonnener Süddeutschland-Vorrunde beim Global Battle Of The Bands, stehen sie 2005 im Finale in Düsseldorf auf der Bühne. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet sind Skullboogey da bereits eine fest Größe. Langsam aber sicher ist es an der Zeit, den Zweitling einzuspielen.

Doch auch 2006 und 2007 kommt es dank der beruflichen Situation aller Mitglieder nur zu diversen Einzelauftritten. Schließlich macht sich Stefan aber doch an das Songwriting zur neuen Scheibe.

Für diese findet sich mit Finest Noise auch ein Label, das "Dead $ Sold" Mitte Februar 2008 in die Regale stellt. Darauf zeigen Skullboogey einmal mehr, dass sie in Deutschland die Nase in Sachen Stoner Rock vorne haben.

Das scheint zwar in der Musiklandschaft kaum einen zu interessieren, doch davon lassen sich die Hessen nicht beirren. Ganz im Gegenteil, denn dieses Mal ziehen nur zwei Jahre ins Land, ehe sich Stefan eine ganze Reihe neuer Songs aus dem Ärmel schüttelt und diese auf dem schlicht "III" betitelten Album festhält. Dass mit Ben Juelg einmal mehr ein neuer Kerl hinter der Schießbude sitzt, war fast schon nicht anders zu erwarten.

Alben

Skullboogey - III: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2010 III

Kritik von Michael Edele

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