Porträt

laut.de-Biographie

Si Begg

Si(mon) Begg, der Mensch mit der kleinen Sammlung an Pseudonymen. Aus vertraglichen Gründen, wie er sagt, veröffentlicht Begg mal unter seinem Namen, als Cabbageboy, Buckfunk 3000 oder auch Bigfoot. Zudem kann er auf eine beachtliche Anzahl von verschiedenen Labels - Botchit & Scarper, Fuel, Language, Tresor, Skint, Mosquito, Mille Plateaux, Force Inc. oder K7 - in seiner bisherigen Laufbahn zurückblicken.

Zwar kommt Si 1972 in Leicester zur Welt, aufgewachsen ist er aber in Leamington Spa, gelegen in den englischen Midlands. Ähnlich wie viele andere Musiker beginnt Beggs seine ersten musikalischen Gehversuche als Gitarrist bzw. Schlagzeuger in diversen Prog Rock, Metal oder Free Jazz Bands. Nachdem Begg mit Acidhouse in Berührung gekommen war, wendet er sich später elektronischer Musik und deren weit reichenden Möglichkeiten zu. Wesentlichen Anteil daran haben der BBC Radiomoderator John Peel, sowie Mark Bell und Jez Varley von LFO, einem der einflussreichsten Technoacts der frühen neunziger Jahre. Ebenso gehen die Electrotüten Cabaret Voltaire nicht spurlos an ihm vorüber.

In einem später geführten Interview äußert Begg sich dahingehend, dass vor allem Frank Zappa, Negativland und Drexicya wegen ihrer musikalischen Frische und Individualität ihn inspirierten. 1991 zieht Begg nach London. Ein Jahr zuvor gründen er, Cristian Vogel und Tim Wright das Cabbage Head Collective, ein Konglomerat an unterschiedlichen Künstlern mit typisch - Kohlkopf Kollektiv sagt alles - British Sense of Humour. Mit seinen Produktionen möchte sich Begg nicht wirklich festlegen. Von Underground-Techno über Ambient und Electro hin zu Drum'n'Bass und Breakbeat reicht die musikalische Bandbreite. Dennoch lassen sich seine Tracks nicht wirklich einem festen Genre zuordnen. Zu sehr vermischen sich die Stile.

Zusammen mit Vogel startet Begg zudem das Technolabel "Mosquito" und die "No Future" Organisation, um sich und anderen geistesverwandten Künstlern wie dem Schotten Neil Landstrumm eine Plattform zu schaffen, auf der sie ihren Sound und ihre Ideen besser bündeln und vermarkten können. Mit Noodles, Dank seiner Vorliebe für japanische Nudeln, nennt Begg außerdem ein weiteres Label sein Eigen. 2001 fügt Begg seinem Sammelsurium ein neues Pseudonym hinzu: S.I.Futures. "S.I.Futures - The Mission Statement" ist sein Debut für die Plattenfirma NovaMute, das ganz in der Tradition seiner bisherigen Produktionen steht.

Alben

Si Begg - Director's Cut: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2003 Director's Cut

Kritik von Gregory Britsch

Statt Knüppel aus dem Sack ein gediegenes Stück Booty Techno. (0 Kommentare)

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