Porträt

laut.de-Biographie

Drexciya

In den weiten Tiefen des schwarzen Atlantiks lebt die marine Spezies der Drexciyaner. Ein Volk, das - so die Legende - entstand, als verschleppte schwangere Schwarzafrikanerinnen, während der Überfahrt auf Sklavenschiffen nach Amerika über Bord gingen und die Föten sich unter Wasser zu eigenständigen Lebewesen entwickeln. Unterwassermutanten, die flüssigen Sauerstoff atmen, amphibienhafte Ausbildungen besitzen und angeblich die Verbindung zu Aliens darstellen. Sie leben in Invisible City unten auf dem Meeresgrund. Ungefähr hierum rankt sich der Mythos von Drexciya.

Seemannsgarn hin oder her, die Macher von Drexciya ziehen diesen Plot konsequent durch, ebenso wie sie ihre wahre Identität nicht Preis geben wollen. Auf alle Fälle zählen sich Drexciya zum Detroiter Underground Resistance Kollektiv und Plattenlabel und stehen für den Electro Sound der neunziger Jahre. Unvermeidliche Paten bzw. Quelle der Inspiration: na logo, Kraftwerk und Co. Eine ganze Menge an EPs, die auf verschiedenen Labels, wie Aphex Twins Rephlex Imprint, Underground Resistance, Shockwave, Submerge, Tresor und Warp, verstreut über den Globus veröffentlicht wurden.

Diese behandeln in gleicher Konsequenz die Black Atlantic Community, ihre Kommunikation, Umwelt und Krieg. Auf Warp erscheint von einem Teil Drexciyas auch das gleichnamige Album von "The Elektroids", ebenfalls ohne genauere Informationen bezüglich wieso, weshalb, warum. Ende der neunziger Jahre lassen Drexciya mitteilen, sie zögen sich aus dem Biz zurück, was sie aber nicht davon abhalten kann, 1999 "Neptune's Lair" bei Tresor Berlin heraus zu bringen. Mit dem Sideprojekt The Other People Place und dem obligatorischen angestrengt geheimnisvollen TamTam ruft sich Drexciya wieder zurück ins Gedächtnis der Electroheads. Um kurz mal nebenbei die Ankündigung hinterher zu schieben, für Anfang 2002 sei ein neues Album geplant. In der Zwischenzeit vergnügt man sich bei Spindel, Garn und einer Tasse Tee.

Alben

  • Tresor Labelseite

    Bio und Diskografie. Nett gemacht.

    http://www.tresor-berlin.de
  • pHinnWeb

    Diskografie und Links.

    http://www.phinnweb.com/links/artists/drexciya/

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