Porträt

laut.de-Biographie

Shiregreen

Shiregreen – Das Auenland in "Herr der Ringe"! Wohl kein anderer Begriff der Weltliteratur steht so sehr für Naturverbundenheit und Friedfertigkeit. Welche Musik könnte dies besser verkörpern als sanfte Singer-/Songwriter-Weisen mit gelegentlichem Country Einschlag? Keine! Und genau solche Lieder schreibt Klaus Adamaschek a.k.a. Shiregreen in seinem abgelegenen Domizil bei Rotenburg Fulda).

Ein Deutscher auf den Spuren von Kris Kristofferson und Co.? Was wie ein furchtbarer Abklatsch unfreiwillig komischen Teutonen-Countrys klingt, entpuppt sich als feingeistige und eigenständige Fortführung klassischer Folk-Traditionen. Lebensweise Texte und Naturbeobachtungen eingebettet in ein warmes Nest fließender laid back-Aranngements. So entspannt und slow motorig wie Clapton ist Shiregreen allemal.

Da überrascht es wenig, das der Mann aus ole’ Europe auch in der Country- und Folkszene der neuen Welt auf breite Zustimmung trifft. Die im ureigenen Americana Bereich hochskeptischen US-ler zeigen sich begeistert. Bevor die heimischen Landsleute so recht begreifen, wen sie in den eigenen Reihen haben, tourt die Band 2010 bereits durch die Folk-Clubs der Staaten.

Erstaunlich, denn viele Jahre lang sieht es bei Spätstarter Adamaschek (*1957) gar nicht nach einer künstlerischen Laufbahn aus. Zwar ist er von Jugend an musikverrückt nach den alten Komponisten der Lagerfeuer-Romantik. Doch mehr als ein paar amateurhafte Schritte passieren kaum. Stattdessen baut der bekennende Naturschützer Umweltzentren für die Unesco.

Doch wie so oft im Leben eines Mannes, sind es die Frauen, die letztlich das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. Seit 2005 inspiriert die tiefe Liebe zu seiner zweiten Frau den gebürtigen Gelsenkirchener zum Komponieren und Singen. Die kreative Goldader sprudelt schier unerschöpflich. Endlich ist der Künstler ganz bei sich angekommen.

Wo Gefühl und Können sich miteinander paaren, spielt am Ende auch Gevatter Zufall mit. Im Februar 2008 stößt Shiregreen in einem Gitarrenshop in London auf die Ausschreibung des internationalen Songwriter-Contests ComProsers. Kurzerhand komponiert er das Lied "Freedom Fighter" in nur wenigen Tagen und gewinnt den Wettbewerb locker gegen in der Szene renommierte Kollegen aus den USA und GB.

Trotz solcher Achtungserfolge hinkt die Wahrnehmung in Deutschland ein wenig hinterher. Doch das soll sich Ende 2010 nachhaltig ändern. Mit dem souveränen und reifen Album "Peaceful Shades" erreicht er vorerst seinen künstleriaschen Zenit. Zwischen deutschem Country-Grauen und Western-Horror nimmt sich Shiregreen wie ein seltenes Juwel aus.

Doch Moos anzusetzen täte auch dem Mann mit der grünen Stimme nicht gut. Mit der tollen Platte im Gepäck absolviert er folglich 2011 eine ausgedehnte Halbjahres-Tour durch Amerika und lebt seinen Traum.

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