Porträt

laut.de-Biographie

Monika Roscher Big Band

Monika Roscher, Jahrgang 1984, wächst im mittelfränkischen Langenzenn auf und beginnt bereits in frühem Kindesalter mit dem Klavier- und Gitarrenspiel. Während eines Austauschjahres zu Schulzeiten verschlägt es sie in die weiten Gefilde von Illinois, wo sie aufgrund reduzierter Freizeitangebote beginnt, sich intensiv mit der E-Gitarre auseinanderzusetzen. Als sie nach Deutschland zurückkommt, durchkämmt sie mit ihrem Bruder Ferdinand, einem Kontrabass-Studenten, die Nürnberger Jazzlandschaft und macht häufiger im "Jazzstudio" oder im "K 4" Halt.

Monika Roscher Big Band - Of Monsters And Birds
Monika Roscher Big Band Of Monsters And Birds
Emotionen statt Mathematik - oder Blastbeats im Tango.
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Ihr Studium nimmt sie ebenfalls in Nürnberg auf, wechselt dann aber an die Musikhochschule München, um dort Jazz-Gitarre weiter zu studieren. Ihr Diplom erhält sie 2010. Bei dem dazugehörigen Abschluss-Konzert formiert sich erstmals die Big Band und spielt Roschers Stücke. Sowohl bei den beteiligten Musikern als auch bei den begeisterten Zuhörern entfacht das große Resonanz.

Unter das Publikum mischt sich auch Philipp Winter, bekannt aus der Zusammenarbeit mit Jamaram und Quadro Nuevo. Er wird Produzent einer ersten EP und des Albums "Failure In Wonderland". Schließlich unterschreibt Monika Roscher einen Plattenvertrag beim Münchner Jazz-Label Enja, wo "Failure In Wonderland" im November 2012 veröffentlicht wird. Für das Album gibt es 2014 sogar den Jazz-Echo in der Kategorie "Newcomer des Jahres".

Zur Schwierigkeit einer Band-Namensgebung findet sie trotzdem Worte: "Ganz zu Beginn sollte diese Band eigentlich 'Die Kapelle der Verklärung' heißen. 'Bigband' oder 'Orchestra', das klingt etwas zu glanzvoll und zu aufgeräumt – irgendwie zu wenig verrückt. Die Bezeichnung 'Kapelle' dagegen hat diesen kaputten, rumpelnden Beiklang, der mir gefällt. Eine Kapelle genießt in meiner Vorstellung eine gewisse Narrenfreiheit, sie ist lebendig, sie ist wild."

Tomtes Thees Uhlmann bricht im Montagsdemo des Zündfunk eine Lanze: "Quentin Tarantino hat eine neue Lieblingsband. Monika Roscher wird in zehn Jahren die Titelmelodie zum neuen James Bond Film schreiben. This shit is berserk, wie wir Norddeutsche sagen!"

Obwohl Tarantino für die verspielten Kompositionen fast ein wenig zu blutrünstig ausfällt. Eher schielt die Atmosphäre in Richtung Woody Allen (ohnehin ein Jazz-Liebhaber) und Wes Anderson: Bunt, abgedreht, verquer, eigen, hohe Handwerkskunst und Poesie - gerne auch mal etwas derber.

Diese Bandbreite präsentiert das 23-köpfige Biest auch auf der zweiten LP "Of Monsters And Birds", nachdem es zuvor emsig Liveerfahrung in Deutschland und Umgebung sammelte. Blastbeats im Tango? Kein Problem. Vogelzwitschern, Illusionen, Rhythmusspielereien - alles da. Also alles irgendwie beim Alten. Oder etwa doch nicht?

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Surftipps

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    Songs, Konzerte, Bandmitglieder, Presseschau: Alles, was man über die Monika Roscher Big Band wissen muss.

    http://monikaroscher.com
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