Porträt

laut.de-Biographie

Sami Koivikko

Aus dem hohen Norden Europas, genauer gesagt aus der finnischen Tundra, erreichen den Mitteleuropäer mit beständiger Regelmäßigkeit hochklassige Technoproduktionen. Die schlafende finnische Szene zum Leben erweckt Jimi Tenor 1995 mit seiner Hitsingle "Take Me Baby". Auf der Love Parade unter härtesten Bedingungen getestet, lenkt "Take Me Baby" die Aufmerksamkeit von uns 'Südländern' in Richtung Polarkreis. Seither freuen wir uns, so feine elektronische Kost wie Jori Hulkkonen oder Pan Sonic in unserem Blickfeld zu wissen.

Seit der Jahrtausendwende macht ein neues Gesicht mit dubbigen Techhouse-Klängen auf sich aufmerksam. Sami Koivikko, am 3. Juli 1978 in Oulainen ganz im Norden Finnlands geboren, gelingt wovon viele Musiker träumen. Im Heimstudio komponiert der versierte Klarinetten- und Oboespieler eigene Tracks, die er anschließend an eine Reihe von Labels verschickt. Beim Shitkatapult-Label-Chef und T.Raumschmiere-Mastermind Marco Haas stößt der Finne auf offene Ohren. Haas signt Koivikkos Tracks für Shitkatapult, wo die dreiteilige Reihe "Kut Pulatin" einen ersten Vorgeschmack auf die minimalistisch-dubbigen Technovisionen des Finnen gibt.

Da verwundert es wenig, wenn Koivikko in einem Interview Robert Hood und Wolfgang Voigt als prägende Einflüsse nennt. Bei letztgenanntem rangieren die Koivikko-Tracks ganz oben in der Playlist, wie auch bei den übrigen Kompakt-Acts. In deren Umfeld, auf dem Festplatten-Imprint der Gebrüder Teichmann, erblickt 2002 ein weiterer 4-Tracker das Licht der Welt. "Satamakatu" rockt in stilvoller Schlichtheit und mit funkig-sphärischem Techno die Tanzfläche.

Zum Jahreswechsel 2003/04 debütiert Sami Koivikko auf Albumlänge. "Salmiakki", benannt nach dem Salz, das hochprozentigen Getränken beigement wird, erscheint wieder bei Shitkatapult und wartet mit einigen hochkarätigen Perlen auf, die den Finnen endgültig als Meister minimalistischer Techhouse-Groover ausweisen. Qualitäten, auf die auch T.Raumschmiere und Turner gerne zurückgreifen, wenn sie den Finnen als Remixer anheuern.

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