Porträt

laut.de-Biographie

S.O.D.

Stormtroopers Of Death - so der Name eines Nebenprojektes von Anthrax-Gitarrist Scott Ian. Der weiß nicht wohin mit seinen Hardcore-Ideen und jammt zunächst mit Dummer Charlie Benante.

Während Scott, Charlie und Basser Danny Lilker (der kurz zuvor bei Anthrax ausgestiegen ist und Nuclear Assault gründet) 1984 im Studio abhängen und sich langweilen, ensteht aus einer spontanen Laune heraus das, was ein Jahr später als "Speak English Or Die" veröffentlich werden soll. Hinter dem Mikro steht dabei ein dicker Kerl namens Billy Milano, der bis dato eher als Bassist bei The Psychos in Erscheinung getreten war.

21 Songs in 28 Minuten! Musikalisch ein derber Tritt in den Magen und textlich politisch vollkommen unkorrekt. Vieles davon kann man jedoch getrost mit dem schwarzen Humor der Herren erklären, wobei Meister Milano mit seiner Redneck-Einstellung auch druchaus seine Feinde hat. Dennoch gelten S.O.D. mit der Scheibe also Vorreiter der Crossover-Bewegung, welche Hardcore und Thrash miteinander vermengt.

Da das Ganze eh nur als Spaßprojekt geplant war, sind sie gerade mal ein knappes Jahr aktiv, ehe Scott, Charlie und Danny sich auf ihre anderen Bands konzentrieren und Billy M.O.D (Methods Of Destruction) gründet. Genauso schnell und plötzlich, wie es zur Gründung und Auflösung kam, kommt es 1992 zur knappen Reunion, welche die Livescheibe "Live At Budokan" ergibt.

Danach ist es erneut fünf Jahre ruhig um die Truppe, ehe sie sich offiziell reformieren und 1999 sogar das zweite Album "Bigger Than The Devil" nachlegen. Das wird es mit neuen Songs auf Dauer erst einmal gewesen sein, doch live tritt die Band immer mal wieder in Erscheinung und davon zeugen schließlich auch mehrere Veröffentlichungen auf DVD.

Am Humor und der Einstellung von Billy Milano scheiden sich weiterhin die Geister und nachdem Scott und Charlie S.O.D. eigentlich als erledigt ansehen, springen Billy und Danny an Weihnachten 2012 zusammen mit Drummer Nick Barker (Ex-Cradle Of Filth/Dimmu Borgir uvm.) und Gitarrist Andreas Reisenegger auf die Bühne und zocken S.O.D.-Songs unter dem Banner United Forces.

Ob aus S.O.D. in der Originalbesetzung nochmal was wird, ist allerdings eher zweifelhaft.

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