Porträt

laut.de-Biographie

Roger Sanchez

Mit seinem reizenden Herzchen-Video zur Single "Another Chance" stürmte Roger Sanchez im Sommer 2001 die Musikkanäle und die Single-Charts. Auf einmal war der New Yorker einer der gefragtesten Stars der Dance-Szene und gutbezahlter DJ, der ständig zwischen den Houseclubs in Miami und Ibiza umher jettete. Der plötzliche Erfolg verdankt sich diesem jahrelangen Weg durch die Dance-Szene.

Musikalisch gesehen ist Roger Sanchez alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Bereits mit dreizehn Jahren stand er das erste Mal hinter zwei Plattenteller und versuchte sich als Mixer. Dabei spezialisierte er sich aber nicht auf einen bestimmen Stil, sondern ließ sich von den verschiedensten Stilen beeinflussen: "Ich wuchs mit Salsa, Disco und Hip Hop auf, wobei ich mir aber auch Blues- und Rockscheiben anhörte." Diese unterschiedlichen Inspirationsquellen sind auch unverkennbar in seiner Musik verankert. Ein Festklemmen gibt es nicht. Variation heißt das Zauberwort.

Sanchez versank immer tiefer in der New Yorker Breackdance- und Graffittiszene und beschäftigte sich dementsprechend viel mit Hip Hop. Die Liebe zum House ging aber dennoch nie verloren, und er legte, auch während er Architektur studierte, zunehmend in House-Clubs auf. Sein aus der Dominikanischen Republik stammender Vater riet ihm dann, im Jahre 1987 das Studium an den Nagel zu hängen und sich voll und ganz der Musik zu widmen. Natürlich folgte Roger diesem Ratschlag und gründete seinen eigenen Club "Ego Trip". Das Architekturstudium wirkt sich aber bis heute auf seinen Umgang mit der Musik aus: " Wenn ich einen neuen Track produziere, dann arbeite ich zunächst meistens an den Beats, um ein grundlegendes Gerüst zu schaffen, auf dem sich weitere Klänge aufbauen. Nach dem Fundament folgen dann oft Basslines, Flächen und verschiedene Lead-Sounds. Ich stelle mir immer vor, dass der jeweilige Song ein Problem darstellt, das es zu lösen gibt."

Die Szene wurde auf sein Werkeln aufmerksam und er wurde mit Remixen u.a. für Michael und Janet Jackson, Soul II Soul oder M People beauftragt. In den folgenden Jahren veröffentlichte er die Remix-Alben "Hard Times - The Album", das vom britischen Club "Hard Time" in Auftrag gegeben wurde, "Roger S. Mega Mix" und "S-Man Classucs", auf der sich eine Auswahl seiner besten Remixe und ein paar wenige Eigenproduktionen finden. 2001 wagte Roger Sanchez dann ein komplettes Album mit seinen eigenen Tracks zu füllen. Der Erfolg gibt diesem Wagnis recht. Wie auch die Compilations, die Sanchez in den Folgejahren unter dem Titel "Release Yourself" auf dem eigenen Label Stealth Records heraus gibt, gut angenommen werden.

Alben

Videos

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