Porträt

laut.de-Biographie

Rhye

Im März 2013 erscheint ihr Debüt "Woman", doch viele Details lassen Robin Hannibal und Mike Milosh bewusst im Verborgenen. Die Zwei-Mann-Formation Rhye verzichtet auf großes Schaulaufen in den Medien, mehr als ihre musikalische Arbeit sollen die Hörer nicht kennenlernen: "Die Leute sollten sich einfach nur auf die Musik konzentrieren, die wir erschaffen haben."

Rhye - Blood
Rhye Blood
Intimer Pop an der Grenze zur Eintönigkeit.
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2010 begegnen sich die zukünftigen Partner in Kopenhagen: Hannibal lebt zuvor in der dänischen Hauptstadt als Teil des elektronischen Soul-Duos Quadron und holt sich Milosh für einen Remix-Auftrag ins Boot. Der Wahlberliner mit kanadischer Abstammung zählt zu den größeren Namen des elektronischen Undergrounds und begeistert seit vielen Jahren die Szene mit Qualitäten als Singer, Songwriter und Producer.

In dem fertigen Remix erkennt Hannibal allerdings seine eigene Arbeit nicht wieder. Er findet viel mehr einen komplett neuen Song, der eine intensivere Zusammenarbeit mit Milosh ins Rollen bringt. In einer Wohnung im Norden von Los Angeles beginnen die beiden Musiker eine Endloss-Session: Ohne Pause arbeiten Hannibal und Milosh an ihren Songs. Sogar Blasinstrumente, ein Schlagzeug und eine Harfe schleppt das Duo in seine Bude. Nach fast vier Wochen ist das Debüt schlussendlich im Kasten. Die Kritik jubiliert.

Irgendwo zwischen The XX, Sohn und London Grammar finden Rhye auf dem Album ihren Sound, den vor allem der feminine Gesang Miloshs prägt. Erst nach und nach verbreitet sich nämlich die Nachricht, dass da tatsächlich ein Mann am Mikrofon steht. Dieser ist es dann auch, der nach dem Ausscheiden Hannibals die Geschicke der Band alleine bestimmt und für den musikalischen Output verantwortlich zeichnet.

Obwohl die anderen Mitglieder in der Öffentlichkeit so gut wie nicht erscheinen, misst ihnen der kreative Kopf gegenüber der Intro Bedeutung zu: "Sagen wir es mal so: Rhye gäbe es nicht ohne mich. Ich singe, schreibe, arrangiere und produziere. Alles andere und alle anderen sind in Bewegung, aber genauso wichtig."

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Nach einem Feature auf Bonobos "Migration" setzen Rhye ihren Weg konsequent fort und veröffentlichen 2018 den Zweitling "Blood", dessen Musik die Intimität des Vorgängers wahrt.

Auch ohne Robin Hannibal steht die Musik Mike Miloshs und seiner Bandkollegen also weiterhin für einen gewissen Hedonismus: "Musik muss unter die Haut gehen, Gefühle auslösen und die einfache Schönheit spiegeln."

Alben

Rhye - Blood: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2018 Blood

Kritik von Maximilian Fritz

Intimer Pop an der Grenze zur Eintönigkeit. (0 Kommentare)

Rhye - Woman: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2013 Woman

Kritik von Jelena Jankovic

Eine zarte Disco-Wohlfühl-Oase. (0 Kommentare)

Termine

Do 29.03.2018 Berlin (Funkhaus Berlin)
Sa 31.03.2018 Hamburg (Gruenspan)

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