Porträt

laut.de-Biographie

Rainer Tempel

"Ich mache das meiste selber. Ich schreibe die Musik für die Bands und Projekte, die ich mir ausdenke, nehme die Sachen auf und versuche sie zu verbreiten. Ich habe zwar Komponieren nicht offiziell studiert, aber mache es einfach die ganze Zeit", erzählt Rainer Tempel.

Der umtriebige Künstler verarbeitet Einflüsse aus Klassik und populärer Musik zu inspiriertem Jazz. Darin findet Komponiertes sowie Improvisiertes gleichermaßen Platz. Die zeitintensive Beschäftigung des Pianisten, Komponisten, Dirigenten und Arrangeurs glänzt mit Resultaten, denen es nie an Grenzüberschreitungen fehlt.

Der kreative Musiker kommt 1971 in Tübingen zur Welt. Er wächst im benachbarten Mössingen auf. Dort nimmt er klassischen Klavierunterricht und tobt sich zu Schulzeiten in einigen Rockbands aus. Mitte der Achtziger-Jahre tritt der Jazz in das Leben des jungen Pianisten. Er musiziert zunächst in der Bigband der Mössinger Jugendmusikschule. Ab 1993 jazzt er unter Bobby Burgess in der Uni Bigband Tübingen.

Das Jurastudium, das den Tastenmann an die altehrwürdige Universität führt, hängt er zu Gunsten der Künste schon bald an den Nagel. Tempel begibt sich an die Hochschule für Musik Nürnberg, wo er 1994 das Studium des Jazzklaviers bei Martin Schrack aufnimmt. Vier Jahre später diplomiert der begabte Student mit einer Arbeit über Vince Mendoza.

Anschließend stürzt sich Tempel mit voller Kraft in das musikalische Tun. Er komponiert für Theaterprojekte, Orchester, die NDR und HR Bigband oder umjubelte Künstler wie Efrat Alony. Außerdem wirkt er in mehreren Musicalproduktionen mit und macht sich einen Namen als Dirigent und Bandleader. Der viel beschäftigte Musiker leitet unter anderem das Zurich Jazz Orchestra. Zudem spielt er ab 2008 in der Begleitband des Popschlagersängers Dieter Thomas Kuhn.

Neben diesen reichhaltigen Betätigungsfeldern gründet der Pianist eine Vielzahl eigener Formationen. Darunter das Rainer Tempel Trio, mit Markus Bodenseh am Bass sowie Eckhard Stromer am Schlagzeug, oder das Septett Tempelektrisch. Für dieses Projekt kann er prominente Mitmusiker wie Nils Wogram, Frank Möbus und Jim Black gewinnen. Das selbstbetitelte Debüt der Gruppe erscheint im September 2009.

Im Rahmen weiterer Projekte trifft Tempel auf Kollegen wie Thomas Siffling, Nils Landgren, Chick Corea, Kurt Rosenwinkel, Wolfgang Haffner und Kenny Wheeler. Seinen großen Erfahrungsschatz gibt er als Professor an den Musikhochschulen in Luzern und Stuttgart weiter.

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