Porträt

laut.de-Biographie

Puro Instinct

Liam und Noel Gallagher, Jared und Nathan und Caleb Followill, Tegan & Sara - schon praktisch, wenn man ein oder zwei musikalisch versierte Geschwisterchen hat. Da löst sich die Suche nach Bandmitgliedern von ganz alleine. Genauso ist es auch bei Puro Instinct: Piper und Skylar Kaplan verzücken seit 2008 mit süßlichem Surfpop amerikanische Musiknerds.

"Zum ersten Mal jammten wir zusammen, nachdem ich von einem New York-Trip nach Hause kam", erinnert sich Piper. Sie ist zu dem Zeitpunkt 20 und hat gerade den alten New Yorker Lokal-Hasen Robert Stevie Moore kennengelernt, ihre Schwester ist 13 und unsagbar talentiert an diversen Instrumenten. "Wir saßen in Skys Zimmer und waren total aufgeregt, miteinander zu spielen. Man konnte es fühlen und hören. Wir waren grausig, aber wir harmonierten."

Als Pearl Harbour bringen sie ihre Harmonie auf einen Silberling. "Something About The Chaparrals" heißt ihre EP, fertig gestellt mit Hilfe ihres Kumpels Ariel Pink und seinen Haunted Graffiti, der ihnen 2010 auch ein Gastspiel auf dem SXSW Festival in Austin, Texas beschert. Kurz danach benennen sie sich in Puro Instinct um.

Die magischen Momente in Pipers kalifornischer Kindheit sind ausschlaggebend für den West Coast-Sound des Duos. Mit ihrem Vater fährt sie als junges Mädchen noch vor Skylars Geburt in den frühen Morgenstunden zum Surfen nach Malibu. Im Radio rotieren Sade, Fleetwood Mac, die Velvets und die Stranglers. Dazu kommen Sonia und DeeDee, zwei ihrer Freundinnen und Riesenfans der Beach Boys. Gemeinsam malen sie sich Reisen in Papas Volkswagen aus, die West Coast hoch und runter, "Don't Worry Baby" im Ohr.

Ihr Traum vom Reisen wird circa 15 Jahre später wahr. Das Geschwisterchen im Gepäck, dürfen sie mit ihrem Debüt "Headbangers In Ecstasy", das im September 2011 via Record Makers erscheint, nicht nur durch Amerika, sondern auch quer durch Asien und Europa touren. Die Begeisterung der amerikanischen Presse trägt sie aus Kalifornien über Holland, Deutschland und Tschechien nach Japan aufs Summer Sonic Festival.

"Die Band hat einen entspannt-verträumten Ambient-Sound, der dich an einen Sommertag erinnert", fasst die LA Weekly zusammen, "totally fucking perfect" jubiliert das Flaunt Magazine. Skylar kann mit Fug und Recht behaupten, mit 16 Jahren als Teil eines "aufsteigenden Dream Pop-Duos" die Welt umrundet zu haben, resümiert Pitchfork trefflich.

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