Porträt

laut.de-Biographie

Purified In Blood

Metalcore ist spätestens Mitte der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts zu einem Schimpfwort verkommen. Unzählige Bands aus Amerika und auch Deutschland haben zwar musikalisch einiges auf dem Kasten, können aber dem Genre im wesentlich nichts Neues, oder Interessantes mehr hinzu fügen.

Aus den skandinavischen Länder kommt in der Beziehung zunächst relativ wenig, doch in Stavanger in Norwegen rotten sich 2003 die beiden Shouter Glen Cato Rasmussen und Hallgeir Enoksen sowie die beiden Klampfer Sander Loen und Tommy Svela mit Basser Stig Skog Andersen und Drummer Anders Mosness zusammen, um ebenfalls Thrash mit Hardcore zu verbinden. Das ist zwar in Norwegen noch mehr oder minder mit einem Exotenbonus verbunden, kratzt im Rest der Welt aber nur noch bedingt. Wie es sich für eine Band mit echten Harcore-Roots gehört, leben alle Mitglieder vegan und straight edge.

Immerhin brechen sie 2004 für ein paar Dates in die USA auf, um dort mit Purification und Undying für dicke Luft in den Clubs zu sorgen. Für eine Tour durch Skandinavien schließen sie sich Maroon, Most Precious Blood und Destiny an und gewinnen im selben Jahr noch den norwegischen 'Zoom'. Dabei handelt es sich um einen Preis für die beste Band ohne Deal. Im Februar sind sie als Headliner der damit verbundenen 'Zoom'-Tour im Heimatland unterwegs und spielen anschließend noch ein paar Gigs im Rest Europas.

Endlich schließen sie auch einen Vertrag mit Alveran Records ab, die Ende April 2006 das offizielle Debüt "Reaper Of Souls" veröffentlichen. Wie viele andere Metalcore Bands auch, wissen Purified In Blood durchaus durch handfeste Songs zu überzeugen. Allerdings gelingt es ihnen zunächst kaum, sich aus der Masse an gleichwertigen Bands heraus zu heben.

Dass sie sich in ihrem Genre nicht ausruhen dürfen, ist den Jungs klar und so setzen sie immer weniger auf genretypische Merkmale, sondern öffnen sich auf "Under Black Skies" auch anderen Einflüssen. Nach der Veröffentlichung steigt Glenn Reaper irgendwann aus und überlässt Hallgeir die Alleinmacht am Mikro.

Das versteht der Mann aber durchaus zu meistern, wie er 2012 auf "Flight Of A Dying Sun" eindrucksvoll unter Beweis stellt, auch wenn Glenn nochmal ein paar Gastvocals abliefert.

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