Porträt

laut.de-Biographie

Psykup

Musik, die gar nicht schräg genug sein kann: nach diesem Strickmuster wollen ein paar junge Männer im französischen Toulouse ihre Songs basteln und machen sich 1995 voller Elan ans Werk. Namentlich handelt es sich dabei um Sänger und Keyboarder Matthieu 'Milka' Miegeville, Sänger und Gitarrist Julien 'Ju' Cassarino, Drummer Brice Sansonetto und einen Gitarristen namens Yannik, sowie eine Bassistin mit Namen Mélanie.

Stilistisch lassen sie sich von Bands wie Strapping Young Lad, Primus oder Alice In Chains beeinflussen und erschaffen damit Musik, die ähnlich verrückt ist, wie das was Thought Industry auf die Menschheit losgelassen haben. Nämlich eine Mischung aus Metal, Jazz, Trip Hop und allem, was einem sonst noch einfällt.

Da es sich bei sämtlichen Mitglieder um Perfektionisten handelt, dauert es erst einmal drei Jahre, ehe sie ihr erstes Demo veröffentlichen. Dem folgt eine Live-Aufnahmen im folgenden Jahr, doch erst 2000 veröffentlichen Psykup mit "Sors La Tête" ein professionelles Lebenszeichen.

Inzwischen ist Mélanie Geschichte, den Bass zupft David 'Vidda' Castel. Die EP verkauft sich in kürzester Zeit über 3.500 Mal und durch Konzerte mit Soulfly, Suicidal Tendencies und diversen Festivalauftritten, spielen sie sich mehr und mehr ins Bewusstsein der Fans.

Das führt dazu, dass sich die ersten Labels für die Band interessieren und 2002 endlich das Debüt "Le Temps De La Réflexion" erscheint. Psykup nutzen die Gelegenheit, um ausgiebig mit Bands wie Gojira und Sleeppers durch Frankreich und die Benelux-Staaten zu touren und verkaufen allein auf den Gigs ca. 5.000 Scheiben. Allerdings klinkt sich Yannik nach diesen Dates aus, weswegen Vidda einfach an die Gitarre wechselt. Der Posten am Bass gleicht eine ganze Zeit lang eher einem Schleudersitz und erst 2003 findet sich mit Stéphane 'Pelo' Bezzina ein geeigneter Tieftöner.

Mit ihm veröffentlichen sie 2004 eine weitere EP, auf der sich sowohl Akustiksongs, als auch Remixe von Psykup befinden. Im folgenden Jahr melden sie sich aber endlich mit ihrem zweiten Longplayer namens "L'ombre Et La Proie" zurück und bewegen sich einmal mehr jenseits aller Grenzen. Die einzelnen Mitglieder der Band sind aber auch nebenher sehr aktiv. So spielen Vidda, Ju und Brice zusammen noch bei der Death Metal Band Manimal und Milka hat noch ein Alternative Projekt namens Agora Fidelio laufen, sowie ein Projekt namens My Own Private Alaska, bei dem er Klavier, Drums und Screams unter eine Hut bringt.

Das sind zwar lang noch nicht alle Projekte, in welche die Franzosen verstrickt sind, doch schließlich muss ja auch in Sachen Psykup gelegentlich mal wieder was passieren. So machen sie sich 2007 an die Arbeiten zu ihrem dritten Album das mindestens genauso kompromisslos und experimentell zur Sache geht, wie die beiden Vorgänger. Auf "We Love You All", das Mitte Juni 2008 über Season Of Mist erscheint, sind zum ersten Mal die englischen Texte in der Überzahl. Allerdings gibt es auch eine Special-Edition der CD, die als Doppel-CD mit dreistündiger DVD ausgeliefert wird.

Bei dem französisch sprachigen Song "En Vivre Libre Ou Mourir" greifen sie sogar auf die Hilfe der Rapper von Khod Breaker zurück.

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