Porträt

laut.de-Biographie

Pressure Drop

Die Wurzeln von Pressure Drop reichen zurück in das London der 80er Jahre. Dub inszeniert sich in verrauchten Clubs, während Rare Grooves und Hip Hop sich zunehmend Gehör verschaffen.
1986 werden Dave Henley und Justin Langlands (die Masterminds von Pressure Drop) von einem gemeinsamen Freund in den WAG Club eingeführt. Dort erorbern sie die Heavy-Duty-Nächte, und veranstalten Live-Sets u.a. mit den Stereo MC's, London Posse und den Jungle Brothers.

1990 besiegeln die beiden ihre Blutsbrüderschaft endgültig und nehmen ihre erste Single "Back2Back" auf. Mit dieser gemeinsamen Komposition legen sie gleichzeitig das Fundament für ihren eigenwilligen Stilmix, in dem Dub und Reggae die Grundessenz bilden. Verwässert und verbessert wird der Jamaika-Groove durch Hip Hop, Drum´n´Bass, Soul, Trip Hop und allerlei andere musikalische Einflüsse. In dieser Zeit werden Coldcut auf Dave und Justin aufmerksam, die Dinge nehmen ihren Lauf und Pressure Drop sind auf ihrem Weg.

Die ersten beiden Alben, "Upset" und "Front Row" werden aufgrund eines vermeintlich fortschrittlicher denkenden Publikums nur in Deutschland veröffentlicht, obwohl es "sehr frustrierend war, unsere Platten nicht im eigenen Land veröffentlicht zu haben." James Lavelle (der Gründer des legendären Mo' Wax Labels) reimportiert ein paar hundert Exemplare von "Upset" und verbreitet damit die Botschaft in der Heimat. Der Prophet im eigenen Land hat's auch hier schwer.

Leftfield werden auf Pressure Drop aufmerksam und signen sie auf ihrem Label Hard Hands für die EP "Tearing the silence". Inzwischen hat sich als vocale Ergänzung der Blutsbrüder die unverkennbare Stimme von Martin Fishley etabliert. Seine eigenwillige Art, lange Töne mit einem extrem langsamen Vibrato anzureichern, gehört mittlerweile zum Konzept. Jetzt spitzt auch das Major-Label Columbia die Ohren. 1997 erscheint "Elusive", das bisher anspruchvollste und ausgereifteste Album der englischen Eigenbrödler.

Alben

Pressure Drop - Tread: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2001 Tread

Kritik von Arne Brugger

Die legendäre Londoner Dub-Combo versteht es immer noch, zu rocken. (0 Kommentare)

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