Porträt

laut.de-Biographie

Panic Dhh

Manchen Bands kann es nicht schnell genug gehen. Eine jener rastlosen Formationen ist Panic Dhh aus Großbritannien. Kaum zwei Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 2002 veröffentlichen sie auf Alec Empires Digital Hardcore Recordings-Label ihren ersten selbstbetitelten Longplayer. Das Dhh im Name steht für Drives Human Herds und versteht sich als bissig sarkastischen Kommentar zur paranoiden Propaganda, wie sie das Fernsehen angeblich 24 Stunden am Tag serviert.

Ähnlich aggressiv wie der Bandname ist die musikalische Breitseite, die Panic Dhh aus allen Rohren gleichzeitig abfeuern. Schwere Drumloops, sägende Gitarrenchords, verzweifelt hinausgeschriene Lyrics und noisige Electronica lassen Panic Dhh wie einen Geschützhagel auf die Zuhörer niederprasseln. Klar, dass sie mit einer derart harten Melange auf Digital Hardcore, im Umfeld von Atari Teenage Riot, Alec Empire und Hanin Elias genau richtig sind.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm könnte man meinen, ist es doch Kopf und Gründer Robbie Furze, der im Zweit-Job bei Alec Empire in der Band regelmäßig die Gitarrensaiten erzittern lässt. Willige Mitstreiter treten Furze in Gestalt des Elektronik-Tüftlers Antti Uusimaki, der Gitarristin Juliet Elliott und dem Drummer Adam Lewis entgegen. Furze, mit einem umfassenden Punkbackground ausgestattet, hat bei der Gründung von Panic Dhh krachige Industrial-Orgien im Ohr. Eine Vision, die Uusimaki, Elliott und Lewis gerne mit ihm teilen. Uusimaki, eigentlich in der elektronischen Musik beheimatet, bringt seine Produktionskenntnisse mit in die Band.

Zuvor schaute er bereits Brian Eno über die Schulter, releaste auf Ninja Tune und arbeitete mit Coldcut und Barry Adamson. Juliet Elliott nennt eine solide Metal-Schule ihr Charateristikum und treibt den Sound von Panic Dhh mit rhythmischen Riffs nach vorne. Das Rückrad des Quartetts bildet Drummer Adam Lewis, der live gespielte Patterns mit programmierten Beats zu einem dichten Soundwall verpackt, der ein ums andere Mal an Nine Inch Nails erinnert. Im Vorprogramm von KMFDM lassen Panic Dhh im Frühjahr 2004 ein Stahlgewitter hernieder. Im Herbst 2004 geht es mit dem Erstling "Panic Drives Human Herds" im Gepäck noch mal in Europa auf Tournee.

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