Porträt

laut.de-Biographie

Hanin Elias

Sie ist nicht gerade als eine Frau der leisen Töne bekannt. Mit dem Mikrofon in der Hand verschaffte sie an der Seite von Carl Crack und Alec Empire der wütenden Message von Atari Teenage Riot das nötige Gehör. Und auch als Solokünstlerin zeigt sich Hanin Elias als Frau mit Ecken und Kanten, die kein Blatt vor den Mund nimmt und ihre Musik immer auch politisch verstanden haben will.

Hanin Elias - Future Noir
Hanin Elias Future Noir
Vom Atari Teenage Riot-Girl zur Femme Fatale.
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1972 in Wittlich als Tochter eines syrischen Arztes zur Welt gekommen, verbringt sie ihre frühe Kindheit in der Heimat ihres Vaters. Zurück in Berlin ergreift Elias schnell eine Faszination für die Subkulturen in der Mauerstadt. Punk, Rockabilly und Gothic sind die Stationen, bevor sie die Flucht vor dem Mainstream 1991 in die Arme von Alec Empire treibt.

Etwas Neues, etwas unverbrauchtes muss her. Die Band Atari Teenage Riot und das Label Digital Hardcore Recordings sind die Antworten auf die Langeweile in der Musik. Punk trifft auf Techno und beide zusammen vor allem in Japan und den USA auf offene Ohren.

Mit ihrer Schwangerschaft 1997 ändert sich für Elias die ganze Welt. Sie fühlt sich in einer männer-dominierten Welt an den Rand gedrängt und ruft 1998 mit Fatal-Recordings ihr eigenes Label ins Leben, getragen vom Interesse für Feminismus, Politik und Psychologie.

Dort erscheint 2000 mit "In Flames" ihr Debüt als Solokünstlerin. Die rohe Energie von Atari Teenage Riot erscheint etwas gemildert und lässt auch Platz für sanftere Zwischentöne. Auf dem Nachfolger "No Games No Fun" geben sich mit Alex Hacke von den Einstürzenden Neubauten, Alec Empire oder Merzbow eine Reihe alter Freunde ein Stelldichein.

Alben

  • Fatal Recordings

    Schöne Seite, die neben den üblichen Features auch zahlreiche Manifeste zur Unternehmensphilosophie bietet.

    http://www.fatal-recordings.com

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